
WKÖ-Danninger: Gerade jetzt braucht die Wirtschaft eine effiziente und schlagkräftige Interessenvertretung
WKÖ-Wirtschaftsparlament – Erfolgreicher Einsatz für Lohnnebenkostensenkung bringt notwendige Entlastung für Betriebe – Bürokratieabbau konsequent fortsetzen
WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger ging in seiner Rede vor dem Wirtschaftsparlament auf das wirtschaftlich herausfordernde Umfeld ein und betonte die Bedeutung der Wirtschaftskammer als starke Interessenvertretung der Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich.
„Wir bauen die Wirtschaftskammer um, weil wir unseren Kernauftrag für unsere knapp 600.000 Unternehmerinnen und Unternehmer noch besser erfüllen wollen und werden. Gerade jetzt braucht es eine effiziente, starke und schlagkräftige Wirtschaftskammer“, betonte Danninger. Nun müsse es darum gehen, durch konsequentes Handeln Glaubwürdigkeit und Vertrauen weiter zu stärken, damit die WKÖ wieder „mit voller Kraft für ihre Mitglieder arbeiten“ könne. Entscheidend dafür seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WKÖ im Bund und in den Bundesländern. Danninger dankte ihnen für ihren täglichen Einsatz für die Unternehmen in Österreich.
Alle Unternehmen in Österreich kämpfen mit den gleichen Herausforderungen – von überbordender Bürokratie bis zur hohen Inflation. „Unsere Aufgabe ist es, konkrete Verbesserungen für Unternehmen konsequent einzufordern und durchzusetzen. In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir wichtige Fortschritte für den Standort erreichen“, erklärte der WKÖ-Generalsekretär.
Ein wichtiges Signal ist die Senkung der Lohnnebenkosten, für die sich die WKÖ jahrelang mit Nachdruck eingesetzt hat. Danninger: „Hier ist uns eine spürbare Senkung in einem Ausmaß gelungen, das niemand für möglich gehalten hätte.“ Auch beim Bürokratieabbau wurden erste Schritte gesetzt. „Die WKÖ hat zahlreiche Vorschläge – von schnellen, digitalen Verfahren bis hin zu automatisierten Genehmigungen – erarbeitet und eingebracht“, so Danninger. Mit dem kürzlich beschlossenen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz sollen zudem schnellere Genehmigungen und damit Raum für Investitionen und höhere Versorgungssicherheit geschaffen werden. Darüber hinaus bringt sich die WKÖ aktiv bei der Industriestrategie ein, bei deren Umsetzung Konsequenz entscheidend sein wird.
ENTGELTTRANSPARENZRICHTLINIE DARF NICHT ZUR BELASTUNGSLAWINE WERDEN
Trotz erster wichtiger Fortschritte braucht es weitere konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. In die völlig falsche Richtung geht derzeit die Entgelttransparenzrichtlinie, die als Bürokratiemonster die heimischen Unternehmen zu belasten droht. Danninger: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Ziel, das uns alle eint. Aber: Chancengleichheit darf nicht in neuen bürokratischen Vorschriften enden. Der Vorschlag, den die Sozialministerin vorgelegt hat, schlägt dem Fass den Boden aus.“
Deshalb wird sich die WKÖ auch künftig mit Nachdruck dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen für die heimischen Unternehmen attraktiver zu gestalten. „Solange Unternehmer mehr Zeit mit ihren Berichten als mit ihren Kunden oder Mitarbeitern verbringen, solange Genehmigungen länger dauern als mögliche Investitionen und solange Arbeit stärker belastet wird als nötig, werden wir nicht lockerlassen“, erklärte der WKÖ-Generalsekretär, der abschließend betonte: „Vor uns liegen keine einfachen Monate. Wir werden Entscheidungen treffen, die nicht immer leicht sind. Die WKÖ ist viel mehr als ein Gebäude oder ein Organigramm. Die WKÖ ist die erste Adresse, wenn es um die Vertretung der Interessen heimischer Betriebe geht. Genau dafür gibt es uns und dafür werden wir uns auch weiterhin mit ganzer Kraft einsetzen.“ (PWK316/ST)
Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
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E-Mail: andreas.jilly@wko.at
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