ÖVP – Gorlitzer: Wiener Patientenanwaltschaft zeigt alarmierende Missstände im Wiener Gesundheitssystem auf

Wiener Volkspartei fordert Konsequenzen – WPPA-Empfehlungen dürfen nicht länger folgenlos bleiben

Der Tätigkeitsbericht 2025 der Wiener Pflege- und Patientenanwaltschaft (WPPA) zeichnet ein besorgniserregendes Bild des Wiener Gesundheitssystems. Tausende Beschwerden, massive Wartezeiten und erhebliche Versorgungslücken zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

„Die Wiener Pflege und Patientenanwaltschaft leistet wichtige Arbeit und spricht Missstände offen an. Wenn sich jährlich rund 8.700 Menschen an die WPPA wenden, dann zeigt das, dass viele Patientinnen und Patienten im Gesundheitssystem auf Probleme stoßen, die sie alleine nicht lösen können“, betont LAbg. Michael Gorlitzer im Zuge der heutigen Landtagssitzung.

Besonders kritisch sieht die Wiener Volkspartei die von der WPPA dokumentierten Wartezeiten. So mussten Kinder laut Bericht teilweise bis zu zwei Jahre auf notwendige HNO-Operationen warten. In einem anderen Fall wurde eine geplante Operation nach vier Jahren Wartezeit erneut verschoben. Auch der Personalmangel im Gesundheitsbereich wird von der Patientenanwaltschaft als wesentliche Ursache für zahlreiche Verzögerungen genannt.

Für große Besorgnis sorgt zudem die Kritik der WPPA am Umgang mit Beschwerdeführern. Laut Bericht wurden Patienten in einzelnen Fällen nach Beschwerden von Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes abgewiesen. Die Patientenanwaltschaft stellt klar, dass eine solche Vorgangsweise unzulässig ist.

„Wer von seinem Beschwerderecht Gebrauch macht, darf daraus keine Nachteile erfahren. Patientenrechte müssen selbstverständlich sein und dürfen niemals zur Disposition stehen“, so Gorlitzer.

Handlungsbedarf sieht die Wiener Volkspartei auch bei der Versorgung von Kindern mit Autismus sowie von Long Covid und ME/CFS Betroffenen. Laut Bericht erhält nur ein Bruchteil der betroffenen Kinder eine ausreichende Förderung. Gleichzeitig fehlt bis heute eine spezialisierte Ambulanz für Long Covid und ME/CFS im Wiener Gesundheitsverbund.

Die Wiener Volkspartei fordert daher eine vollständige Aufklärung der von der WPPA kritisierten Vorgänge sowie eine regelmäßige Berichterstattung über die Umsetzung der Empfehlungen der Patientenanwaltschaft, damit diese nicht weiter seitens der Verantwortlichen ignoriert werden.

„Der Bericht der Patientenanwaltschaft ist eine deutliche Warnung. Solange Patienten abgewiesen werden, Kinder jahrelang auf Operationen warten müssen und Versorgungslücken bestehen bleiben, kann sich die SPÖ-Neos-Stadtregierung nicht zurücklehnen. SPÖ-Stadtrat Hacker muss endlich dafür sorgen, dass aus den Empfehlungen der Patientenanwaltschaft konkrete Verbesserungen werden“, so Gorlitzer abschließend.

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