
Primarärzte in Österreich: Ein Berufsbild unter Druck – und zwischen Mythos und Realität
Primarärztebefragung der Bundeskurie angestellte Ärzte unterstreicht geringe Attraktivität: von zu viel Bürokratie bis hin zum Dasein als erste Personalreserve.
Primarärztinnen und -ärzte sind in Österreich in der öffentlichen Wahrnehmung unterrepräsentiert. Außerdem ist in der allgemeinen Meinung noch immer jener Mythos lebendig, der den Beruf des Primararztes als Altersausgedinge mit viel Freizeit und wenig medizinischer Handlungsnotwendigkeit betrachtet. Die Wahrheit ist eine ganz andere, wie die Primarärzteumfrage 2025 der Bundeskurie angestellte Ärzte (BKAÄ) der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) zeigt. Deren Ergebnisse wurden nun bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert. Insgesamt nahmen 1.690 Primarärzte an der Umfrage teil, das ist ein Rücklauf von 50,8 Prozent.
Daraus geht hervor, dass Primarii 31 Prozent ihrer Arbeitszeit für ärztliche Führung und Management aufbringen müssen und insgesamt 18 Prozent für administrative und dokumentarische Tätigkeiten. Für die Patientenbetreuung bleiben 29 Prozent, für Ausbildung und Lehre insgesamt nur 15 Prozent. Dazu kommt, dass 11 Prozent der Primarärzte vier oder mehr eingeplante Nachtdienste pro Monat und 26 Prozent vier oder mehr Dienste pro Monat im Rahmen eines (Ruf-)Bereitschaftsdienstes leisten.
MISERABLE PERSONALPLANUNG
Österreichische Ärztekammer
Mag. Thorsten Medwedeff
Öffentlichkeitsarbeit
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