
SVS stärkt Kindergesundheit: Vorsorge beginnt bei den Jüngsten
„In der Kindheit und Jugend wird der Grundstein für die eigene Gesundheit gelegt und lebenslange Gesundheitskompetenz aufgebaut. Deswegen muss die Vorsorge bereits bei den Jüngsten ansetzen“, sagt Peter Lehner, Obmann der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) bei dem Pressegespräch zur Kindergesundheit anlässlich des Kindergesundheitstags, der heute, Dienstag, in der SVS stattfindet. Lehner bekräftigt: „Die SVS ist Vorreiter in der Vorsorge-Transformation und setzt Maßstäbe in der Prävention für Kinder und Jugendliche.“
„Mit dem Gesundheitscheck Junior schließen wir die Lücke zwischen dem Eltern-Kind-Pass und der Vorsorgeuntersuchung, die mit 18 relevant wird. Der Gesundheits-Check Junior der SVS ist ein umfassendes, standardisiertes Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren, um zielgerichtet und frühzeitig mögliche gesundheitliche Probleme und Risiken zu entdecken und diese erfolgreich behandeln zu können“, erläutert Lehner. Der Gesundheitscheck Junior wurde 2013 als Pilot gestartet und vor zehn Jahren bundesweit ausgerollt. Er wird von Allgemeinmedizinern und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde angeboten. Im Rahmen der ärztlichen Anamnese werden zunächst gesundheitsrelevante Informationen gemeinsam mit den Eltern besprochen, Impfstatus sowie Erkrankungen von Familienangehörigen abgefragt. In weiterer Folge werden gesundheitsrelevante Faktoren (z. B. Größe, Gewicht, BMI, Blutdruck) durch eine ärztliche Untersuchung erhoben. Bewegungsapparat, Körperhaltung und Entwicklung im Allgemeinen sowie Hören, Sehen, Zähne, Hals, Herz, Lunge und Bauch im Speziellen werden auf Auffälligkeiten geprüft. Zudem werden das Ess- und Medienverhalten sowie die Bereiche Schule und Familie hinsichtlich Auffälligkeiten und Erfahrungen mit Alkohol, Nikotin und Drogen thematisiert. „2013 haben wir mit 200 Teilnehmern gestartet. Die Zahl ist kontinuierlich gestiegen. Mit der Aktion „Gemeinsam vorsorgen“ konnten wir im Jahr 2023 die Zahl der Teilnehmer um 111 Prozent auf 9.600 steigern“, erläutert Lehner.
„Vorsorgeuntersuchungen sind ein zentrales Frühwarnsystem, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die gesunden Lebensjahre zu steigern. Viele gesundheitliche Probleme, die wir bei Erwachsenen behandeln, haben ihren Ursprung bereits in der Kindheit. Deshalb ist Prävention gerade bei Kindern und Jugendlichen von entscheidender Bedeutung“, betont Dr. Rudolf Schmitzberger, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Leiter des Impfreferats der Österreichischen Ärztekammer. Schmitzberger richtet einen besonderen Fokus auf das Thema Adipositas: „Übergewicht im Kindesalter nimmt zu und wird zunehmend zu einer gesundheitlichen Herausforderung. Adipositas ist nicht nur kosmetisch relevant, sondern häufig mit Erkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Typ-2-Diabetes oder orthopädischen Problemen verbunden. Ein adipöses Kind hat ein deutlich erhöhtes Risiko, auch als Erwachsener adipös zu bleiben. Deshalb ist die Kindheit das wichtigste Zeitfenster für Prävention und Therapie.“
„Um den Wert von persönlicher Gesundheit für Kinder zu stärken, haben wir den Kindergesundheitstag kreiert“, sagt Nikolaus Angermayr, Geschäftsführer der Mediaguide GmbH und Initiator des Kindergesundheitstags. Der Kindergesundheitstag richtet sich an 8 bis 15-jährige Kinder und Jugendliche und schafft Einblicke in das Gesundheitssystem und unterschiedliche Gesundheitsberufe mit dem Ziel, die persönliche Gesundheitsförderung und Prävention für die heranwachsende Generation zu stärken. Der Kindergesundheitstag findet dieses Jahr zum 5. Mal statt. Die 19 Workshops mit 600 Workshopplätzen sind ausgebucht. „Das Projekt bringt österreichische Kinder mit echten Vorbildern zusammen – Menschen, die Gesundheit vorleben und anderen helfen, gesund zu werden. Unter dem Dach der SVS erleben die Kinder im direkten Austausch mit Experten und Ärzten Gesundheitsvorsorge hautnah, nicht nur in der Theorie“, erläutert Angermayr.
„Gerade im Kindesalter werden wichtige Grundsteine für die lebenslange Gesundheit und die angesichts von Diagnose- und Therapievielfalt, immer wichtigere Gesundheitskompetenz gelegt. Wenn wir es heute verabsäumen, auch bei den jüngsten Mitgliedern der Gesellschaft auf gesundheitliche Nachhaltigkeit zu achten, wird dies unabsehbare Folgen für uns alle haben“, sagt Mag. Gabriele Jaksch, Präsidentin der MTD Austria (Dachverband der gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe Österreich) und führt weiter aus: „Kinder und Jugendliche sind jene Personen, die in naher Zukunft ihren Berufsweg einschlagen und auch dafür ist es wichtig, die Aufgabenbereiche eines Gesundheitsberufes für den Bildungsweg zu kennen.“
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