
zeb-Studie zeigt: 2026 wird zum Entscheidungsjahr für Österreichs Regionalbanken
ANHALTENDE WIRTSCHAFTLICHE UNSICHERHEITEN SCHAFFEN NEUE REALITÄTEN IM BANKENSEKTOR. DIE AKTUELLEN SZENARIEN DER ZEB-REGIONALBANKENSTUDIE ZEIGEN, DASS SICH KONJUNKTUR, ZINSNIVEAU UND KI BIS 2030 MASSIV AUF ERTRAGSKRAFT UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DER BANKEN AUSWIRKEN.
„Die nächsten Jahre entscheiden darüber, ob Regionalbanken ihre Ertragskraft stabilisieren und in ihre Zukunft investieren können, oder ob sie in eine Phase deutlich sinkender Eigenfinanzierungskraft geraten. 2026 wird zu einem Entscheidungsjahr für Banken“, erklärt Michaela Schneider, Partnerin bei zeb.Austria.
Wie bereits 2024 spürbar, konnten Österreichs Regionalbanken nach den hohen Zinserträgen in den vergangenen Jahren ihre Ergebnisse 2025 nicht mehr halten. Gleichzeitig stiegen die operativen Kosten deutlich an. Getrieben wird diese Entwicklung von steigenden Unsicherheiten: Der World Uncertainty Index erreichte in Österreich im 3. Quartal 2025 einen Höchstwert, international befeuern der „Trump-Faktor“ und der Iran-Konflikt die Unsicherheit.
GRÖSSTE HERAUSFORDERUNGEN: REZESSION UND DIGITALISIERUNG
Die Regionalbankenstudie zeigt zwei mögliche Entwicklungsszenarien:
Im BASISSZENARIO geht zeb von einer moderaten wirtschaftlichen Erholung aus. Die Zinsstruktur normalisiert sich, Insolvenzen gehen zurück und die Banken können mit steigenden Investitionen ihre Ertragslage stabilisieren.
Im REZESSIONSSZENARIO verschärft sich der Abschwung bis 2028. Sinkende Leitzinsen und steigende Insolvenzen führen zu einem deutlichen Rückgang der Zinsüberschüsse. Gleichzeitig fehlen die Mittel für nachhaltige Investitionen in Digitalisierung und KI.
„Bei dermaßen volatilen geopolitischen Rahmenbedingungen, dürfen die Herausforderungen eines Rezessionsszenarios nicht ignoriert werden“, weiß Andreas Sumper, Partner zeb.Austria. Dieses Szenario hätte allerdings gravierende Folgen. Um das RWA-Wachstum mit Eigenkapital zu unterlegen, brauchen Banken ein Betriebsergebnis von mehr als 0,5 Prozent. Tritt das Rezessionsszenario ein, würden 65 Prozent der Banken 2028 diese Gewinnschwelle nicht erreichen. Jede vierte Bank würde Verluste schreiben.
KI ENTSCHEIDET ÜBER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
Großbanken investieren bereits konsequent in die Modernisierung ihrer IT. Laut zeb könnten bei konsequentem Einsatz von KI bis 2035 auch bei Regionalbanken ein Drittel der Kapazitäten freigespielt werden. Diese Ressourcen können in Wachstum, Qualitätssteigerung und neue Aufgaben umgelenkt werden. „Statt Kapazitäten in Routinetätigkeiten zu binden, können sie gezielt für Innovationen, die Weiterentwicklung des Geschäfts und zusätzliche Wertschöpfung eingesetzt werden – ein wichtiger Hebel, um auch in herausfordernden Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben“, weiß Schneider.
ÜBER ZEB.ROLFES.SCHIERENBECK.ASSOCIATES GMBH
Als führende Strategie-, Management- und IT-Beratung begleitet zeb Österreich seit 2001 Finanzdienstleister bei Transformationsprozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit Hauptsitz in Münster und 15 weiteren Standorten in Europa zählt zeb zu den führenden Beratungen der Finanzbranche.Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
Mag. Sandra Holzschuh
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