Kogler/Grüne ad Causa Ruck wächst sich aus: Welche Hinterzimmerdeals mit dem Rathaus kommen noch ans Licht?

Selbst Stocker distanziert sich – Ludwig, Hanke und Babler bleiben Antworten schuldig

Die jüngsten Enthüllungen rund um Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck werfen ein alarmierendes Licht auf potenziellen Machtmissbrauch, Postenschacher und sexistische Entgleisungen. Für die Grünen ist klar: Die Causa ist längst keine reine Angelegenheit der Wirtschaftskammer mehr.

„Walter Ruck ist nicht irgendein Funktionär. Er gehört seit Jahren zu den einflussreichsten Machtfaktoren in Wien und pflegt enge Beziehungen bis ins Wiener Rathaus. Umso erstaunlicher ist, dass die SPÖ zu dieser Causa bislang keine klare Haltung erkennen lässt. Wenn so schwere Vorwürfe im Raum stehen, und der Bürgermeister und Verkehrsminister selbst in den Protokollen aufscheinen, kann man nicht einfach so tun, als ginge einen das nichts an“, sagt der stellvertretende Klubobmann der Grünen, Werner Kogler.

„Ein Rücktritt des Wiener Wirtschaftskammer Präsidenten ist überfällig. Wer ein solches Politikverständnis offenbart, kann nicht glaubwürdig an der Spitze der Wirtschaftskammer bleiben“, so Kogler. Die Grünen sehen aber auch die SPÖ unter Zugzwang. „Bürgermeister Ludwig, Verkehrsminister Hanke und SPÖ-Chef Andi Babler können sich nicht auf den Standpunkt zurückziehen, dass sie das alles nichts angeht. Denn Rucks Macht und Einfluss sind durch seine gute Beziehung in die Wiener SPÖ bedingt – ohne die Verbindungen ins Bürgermeisterbüro, könnte sich Walter Ruck seine Machtfantasien aufzeichnen“, so Kogler.

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