SJ Zivkovic: Gegen eine Verlängerung des Wehrdienstes durch die Hintertür!

Das angekündigte „6+3-Modell “ ist keine Reform, sondern eine versteckte Verlängerung des Wehrdienstes auf Kosten junger Menschen.

Die Sozialistische Jugend kritisiert die heute im Ministerrat beschlossene Reform des Wehrdienstes. „Der heutige Beschluss im Ministerrat zeigt, dass die Regierung statt einer umfassenden Reform des Wehrdienstes und des Bundesheeres den einfachsten Weg wählt: Den Wehrdienst de facto zu verlängern, anstatt die bestehenden Probleme endlich anzugehen, ist keine Reform, sondern der einfachste Weg“, kritisiert Larissa Zivkovic, Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich.

„Dieses Modell ist eine Verlängerung des Wehrdienstes durch die Hintertür. Direkt an den Grundwehrdienst sollen geblockte Truppenübungen anschließen. Faktisch bedeutet das: Junge Menschen müssen länger Wehrdienst leisten, auch wenn die Regierung es anders nennt“, so Zivkovic.

Die Sozialistische Jugend begrüßt grundsätzlich die Wiedereinführung von Milizübungen sowie die Erhöhung der Bezüge für Grundwehrdiener. Milizübungen stellen sicher, dass erlernte Fähigkeiten regelmäßig aufgefrischt werden, ohne junge Menschen länger aus Ausbildung, Studium oder Beruf herauszureißen. Gleichzeitig brauche es endlich eine qualitative Reform des Grundwehrdienstes, damit Grundwehrdiener ihre Dienstzeit nicht mit wenig sinnvollen Tätigkeiten verbringen müssen. „Statt die Dienstzeit zu verlängern, muss sichergestellt werden, dass junge Menschen während ihres Wehrdienstes Fähigkeiten erwerben, die ihnen auch im späteren Berufsleben einen konkreten Nutzen bringen“, betont Zivkovic.

„Gerade junge Menschen zahlen den Preis für diese Politik. Sie verlieren mehr Zeit, ohne dass sich ihre Situation verbessert. Wer das Bundesheer reformieren will, muss die Ausbildung modernisieren und den Grundwehrdienst sinnvoll gestalten, anstatt die Dienstzeit einfach zu verlängern“, betont Zivkovic abschließend.

Sozialistische Jugend Österreich
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