
ÖVP – Hammerer/Ofner: Drogenkriminalität rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße explodiert
Die aktuelle Suchtmittelstatistik des Bundeskriminalamts zeichnet ein alarmierendes Bild für den Bereich rund um das Jedmayer und die U6-Station Gumpendorfer Straße. Während die Zahl der Suchtmitteldelikte in Wien pro 1.000 Einwohner zwischen 2024 und 2025 nur geringfügig von 5,4 auf 5,5 anstieg, explodierten die Werte in den beiden unmittelbar betroffenen Bezirken. Mariahilf weist mit 25,8 Suchtmitteldelikten pro 1.000 Einwohner den mit Abstand höchsten Wert aller Wiener Bezirke auf, das ist fast das Fünffache (!) des Wiener Durchschnitts. Auch Rudolfsheim-Fünfhaus liegt mit 9,18 Delikten pro 1.000 Einwohner weiterhin im absoluten Spitzenfeld. In absoluten Zahlen stiegen die Anzeigen in Mariahilf von 489 auf 801 (+63,8 %), in Rudolfsheim-Fünfhaus von 435 auf 697 (+60,2 %).
„Wer jetzt noch behauptet, rund um den Jedmayer gebe es kein massives Konzentrationsproblem, verschließt bewusst die Augen vor der Realität. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer jahrelangen Fehlentwicklung der Wiener Drogenpolitik“, kritisieren Gerhard Hammerer, Obmann der ÖVP Mariahilf, und Felix Ofner, Obmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.
WER DIE URSACHEN NICHT BESEITIGT, WIRD DIE PROBLEME DAUERHAFT NICHT LÖSEN KÖNNEN
Für Hammerer und Ofner ist die Statistik die Quittung für jahrelanges Wegschauen von Stadtrat Peter Hacker und Drogenkoordinator Ewald Lochner (beide SPÖ). „Die Einrichtung der Schutzzone durch die Polizei war ein wichtiger und längst überfälliger Schritt. Sie zeigt Wirkung und gibt den Einsatzkräften zusätzliche Möglichkeiten, gegen Drogenkriminalität und Belästigungen vorzugehen. Die Polizei kann aber nur die Auswirkungen bekämpfen, nicht die Ursachen. Für diese tragen SPÖ-Stadtrat Peter Hacker und SPÖ-Drogenkoordinator Ewald Lochner die politische Verantwortung“, betonen Hammerer und Ofner. Jahrelang hätten beide die massive Konzentration der Suchthilfe rund um das Jedmayer bestritten und auf mehr als 40 Einrichtungen in ganz Wien verwiesen. „Die Kriminalitätsstatistik widerlegt diese Darstellung eindrucksvoll. Während andere Bezirke vergleichsweise gering belastet sind, konzentrieren sich die Suchtmitteldelikte immer stärker auf das Grätzel rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße und den Jedmayer. Wer die Ursachen nicht beseitigt, wird die Probleme dauerhaft nicht lösen können“, so Hammerer und Ofner.
Die beiden Bezirksparteiobleute fordern daher einen grundlegenden Kurswechsel. „Die Wiener Sucht- und Drogenstrategie ist gescheitert. Es reicht nicht, die Folgen zu verwalten und die Probleme schönzureden. Wien braucht endlich ein neues, Wien-weites Suchthilfekonzept mit einer ausgewogenen Verteilung der Angebote, eine wohnortnahe Substitution und eine verstärkte Abgabe von Substitutionsmitteln in flüssiger Form statt in Tablettenform. Nur wenn die Ursachen der Konzentration beseitigt werden, kann das Grätzel rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße und den Jedmayer nachhaltig entlastet werden“, betonen Hammerer und Ofner abschließend.
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