
Stadtentwicklung: Wettbewerbsstart für Planung am Westbahnareal
Nächster Schritt zur Neugestaltung am Bahnareal mit rund 5 Hektar Grün- und Freiraum, neuer Schule und geförderten Wohnungen
AUS GRAU WIRD WOW! Mit dem Start des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs beginnt im Herbst 2026 der nächste Schritt für die Entwicklung vom Projektgebiet „Mitte 15“. Auf der ÖBB-Fläche zwischen Felberstraße und den Gleisanlagen entsteht in den kommenden Jahren ein lebenswertes neues Areal mitten in Wien: Herzstück des rund sechs Hektar großen Areals wird ein zirka fünf Hektar großer öffentlich zugänglicher Grün- und Freiraum. Dieser neue Aufenthaltsraum bietet künftig Platz zum Entspannen, Flanieren und Chillen. Ziel ist es, durch den neuen Grün- und Freiraum auch das Mikroklima im Gebiet zu verbessern. Damit sind gerade im dicht bebauten Gebiet Hitzetage besser zu ertragen. Zur neuen Grünoase kommen eine neue AHS, Arbeitsplätze sowie Kultur- und Sozialeinrichtungen und neuer Wohnraum (2/3 davon wie üblich geförderter Wohnraum). Ein Teil dieser Nutzungen wird geschickt unter dem Grün- und Freiraum angeordnet, damit oberirdisch möglichst viel zusammenhängender, hochwertiger Grün- und Freiraum für die Bevölkerung entsteht.
EIN WETTBEWERB FÜR DIE BESTE LÖSUNG
In einem zweistufigen, anonymen Verfahren wählt nun eine international besetzte Jury aus den Einreichungen von Planungsteams aus ganz Europa jene Lösung aus, die die Ziele des Stadtteilentwicklungskonzepts (SEK) Mitte 15 am besten erfüllt_._
_„Wir werden auf der Fläche der ÖBB eine Betonwüste in einen attraktiven Wohlfühlraum für alle verwandeln, darüber freue ich mich wirklich sehr. Allein was den Grün- und Freiraum betrifft, entsteht ein Erholungsraum in der Größenordnung von rund sieben Fußballfeldern. Das grenzt in einem dichtbebauten Gebiet fast schon an ein Wunder. Jetzt machen wir den nächsten step und starten mit dem Planungswettbewerb einen Wettbewerb um die besten Ideen. Unser Ziel ist ganz klar aus diesem zentralen Ort das Maximum an Potential herauszuholen und unter Einbindung der Wünsche der Bevölkerung umzusetzen“, _so Planungsstadträtin ULLI SIMA anlässlich des bevorstehenden Wettbewerbsstarts. Sie bedankt sich bei den ÖBB und dem Bezirk für die gute Zusammenarbeit bei diesem Highlight-Projekt.
_„Gemeinsam mit der Stadt Wien entwickeln wir das Umfeld des Westbahnhofs Schritt für Schritt zu einem zukunftsorientierten Stadtquartier. Dabei schaffen wir neue Qualitäten für die Menschen im Grätzl und verbinden hochwertige Grün- und Freiräume mit vielfältigen Nutzungen. Der Wettbewerb bildet die Grundlage, um das Potenzial dieses Standorts bestmöglich zu nutzen und einen nachhaltigen Mehrwert für den gesamten Stadtteil zu schaffen“, _so SILVIA ANGELO, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG zum Start des Verfahrens.
MIKROKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG SCHAFFT GRUNDLAGE FÜR KLIMAORIENTIERTE PLANUNG
Für das Projektgebiet wurde von den ÖBB eine lokale stadt- und mikroklimatische Untersuchung durch das Büro Weatherpark durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen einerseits, dass das Projektgebiet entgegen der verbreiteten Ansicht nur von Ausläufern der Kaltluftleitbahn aus dem Wiener Wald (Wiental) in sehr geringem Ausmaß erreicht wird. Ursache dafür sind eine Engstelle der Bahntrasse im Bereich der Abzweigung der Vorortelinie sowie das Technische Museum und das angrenzende Hotel, die die Kaltluftströmung bereits vor dem Projektgebiet unterbrechen. Festgehalten wird andererseits, dass sich durch die geplanten zusammenhängenden Grün- und Freiräume das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität für die Anrainer*innen verbessern sollen. Die stadtklimatische Untersuchung zeigt, dass die Kaltluftleitbahn das Projektgebiet nur in begrenztem Ausmaß erreicht. Daraus wurden Empfehlungen für eine klimaangepasste Planung abgeleitet – etwa großzügige Grün- und Freiflächen, zahlreiche Bäume und weitere klimawirksame Begrünung.
_„Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Studie geben den Anwohnenden die Gewissheit, dass der eingeschlagene Weg zu mehr Grün- und Freiflächen am Westbahnhofareal zu einer spürbaren Steigerung der Lebensqualität führen wird. Zugleich zeigen die Ergebnisse, welche Rolle der Auer-Welsbach-Park als Kaltluftfaktor spielt. Diese Tatsache bestätigt die Investitionen des Bezirks und der Stadt Wien in eine automatische Bewässerung des Parks, um den Kaltluftabfluss in die angrenzenden Seitengassen unterhalb der Westbahn weiterhin zu stützen. Durch die klimafitte Umgestaltung der Äußeren Mariahilfer Straße wird bereits zusätzliches Grün geschaffen. All diese Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachdienststellen“, _so DIETMAR BAURECHT, Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus.
WERTVOLLE BETEILIGUNG FLIESST DIREKT IN DEN WETTBEWERB EIN
Die weitere Entwicklung von Mitte 15 wird von einem umfassenden, mehrstufigen Beteiligungsprozess begleitet. Bereits im Sommer wurden im Rahmen von 23 Stakeholder-Gesprächen, den sogenannten Mitte-15-Dialogen, wichtige Anliegen und Ideen von Organisationen, Initiativen und engagierten Menschen aus dem Bezirk gesammelt und bei den Grätzl-Perspektiven gemeinsam weiterentwickelt. Die Ergebnisse dieser regen Beteiligung werden – gemeinsam mit den Rückmeldungen der öffentlichen Auftaktveranstaltung, die am 15. September stattfinden wird – den teilnehmenden Planungsteams als Beilage der Wettbewerbsunterlagen mitgegeben.
WEITERE GRUNDLAGE FÜR QUALITÄTSVOLLE PLANUNG
Grundlage für den Wettbewerb sind unter anderem das STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT (SEK) MITTE 15, die Ergebnisse der bisherigen Bürger*innenbeteiligung sowie die aktuellen fachlich vertiefenden Untersuchungen zu Mikroklima und BIODIVERSITÄT (ARTENERHEBUNG). Die Artenerhebung zeigt, wie bestehende Lebensräume und geschützte Arten wie die Traubenhyazinthe erhalten und weiterentwickelt werden können. Ein besonderes Augenmerk gilt den Wildbienen als Leittier für die naturschutzfachliche Entwicklung von Mitte 15. Zwei Brutstätten der Bienen wurden im Rahmen der Voruntersuchungen entdeckt und werden behutsam in das neue Quartier integriert. Alle diese Grundlagen bilden den verbindlichen Rahmen für die Arbeit der Planungsteams.
ÖFFENTLICHE AUFTAKTVERANSTALTUNG AM 15. SEPTEMBER
Die nächste Gelegenheit, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen, bietet die öffentliche Auftaktveranstaltung am Dienstag, 15. September 2026, von 16 bis 19 Uhr rund um den Stadtraum Mitte 15 beim Rustensteg. Interessierte können sich vor Ort umfassend über Ziele und Ablauf des Wettbewerbs informieren und ihre Ideen und Anregungen für die weitere Entwicklung des Areals einbringen.
Alle Informationen zum Projekt gibt es unter https://mitte15.at/
STADTTEILENTWICKLUNGSPROJEKT MITTE 15
* Rund 6 Hektar Gesamtfläche
* Rund 5 Hektar Grün- und Freiräume
* Rund 1 Hektar bebaute Fläche
* Neuer Schul- und Bildungsstandort
* Geförderter Wohnraum
* Verbesserte Querungsmöglichkeiten
* Attraktive Fuß- und Radverbindungen
* Umsetzung ab circa 2032
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/
Mediensprecherin Stadträtin Ulli Sima
Elisabeth Auer
Telefon: 0676/8118 81359
E-Mail: elisabeth.auer.ea1@wien.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender