
„Thema“: Legionellen – die unsichtbare Gefahr
Am 28. September um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 28. September 2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:
Legionellen – die unsichtbare Gefahr
„Ich möchte, dass der Tod meiner Mutter aufgeklärt wird“, sagt Erhard Kollnberger. Im August stirbt seine Mutter, nachdem sie sich mit Legionellen infiziert hat. Ihr Tod ist kein Einzelfall: Heuer sind in Österreich bereits drei Menschen an einer Legionelleninfektion gestorben. In Linz gab es mehr als 30 Erkrankte. Wo sie sich angesteckt haben, bleibt oft ein Rätsel. Kühltürme auf großen Gebäuden in der Umgebung der Infizierten könnten die Quelle der Legionellen sein, die über die Luft übertragen werden. Aber auch Wasserhähne und Duschen kommen als Quellen infrage. Wer trägt die Verantwortung, wenn es zu einer Ansteckung kommt? Was kann man tun, damit sich Legionellen gar nicht erst bilden? Savanka Schwarz und Serhat Türkyilmaz haben recherchiert.
Täterkunst: Otto Muehls Werk und der Protest der Betroffenen
„Ich kann mir sein Werk nicht anschauen, weil es mich körperlich erinnert. Das ist Retraumatisierung. Das ist eine Bedrohung“, sagt Angèle Tremsal. Die 53-jährige Musikerin ist in den 1980er Jahren als Siebenjährige ohne ihre Eltern in die „Aktionsanalytische Organisation“ gebracht worden. Kinder und Jugendliche wurden in der Sekte am burgenländischen Friedrichshof systematisch psychisch und physisch missbraucht. Der Haupttäter war der Sektenguru und Wiener Aktionist Otto Muehl. Er wurde 1991 zu sieben Jahren Haft verurteilt, 2013 ist er verstorben. Im Wiener Aktionismus Museum widmet ihm der ehemalige Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder eine Retrospektive. Er hält Otto Muehl für einen der bedeutendsten Künstler Österreichs. Betroffene und Verbündete protestieren gegen die Ausstellung. „Jede Institution, die heute Otto Muehl ausstellt, sollte wissen, dass sie Kunst präsentiert, bei deren Produktion Gewalt eine zentrale Rolle gespielt hat“, sagt die Wissenschafterin Elisabeth Schäfer. Wie sollte man mit dem Werk von Otto Muehl umgehen? Pia Bichara hat mit Menschen in Österreich und Deutschland gesprochen, die in der Sekte im Burgenland aufgewachsen sind.
Häuslbauer – Platzt der Traum vom Eigenheim?
„Ich hab mich einfach total überschätzt und fast kein Geld mehr, um weiterzumachen“, sagt Nicole Bauer. Seit fünf Jahren lebt sie auf einer Baustelle im Südburgenland. Für sie und für viele andere scheint der Traum vom Eigenheim ausgeträumt. Hauspreise haben sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, Baugründe sind rar und Baukosten explodieren. „Du verschuldest dich ein halbes Leben lang“, sagt Philipp Hahn, der mit seiner Familie ein Doppelhaus baut. Eine Hälfte will er verkaufen, um seine eigene zu finanzieren. Leon Hoffmann-Ostenhof begleitet Menschen, die sich ihren Traum mit teils ausgefallenen Strategien doch noch erfüllen wollen.
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