
Exportstark, innovativ, im Strukturwandel: Automotive Zulieferindustrie fordert bessere Standortbedingungen
Mehr als 3.000 Jobs weniger als im Vorjahr, Umsatz sinkt um 5,5 %, Zulieferer sichern dennoch 183.200 Arbeitsplätze in Österreich
* Die österreichische Automotive Zulieferindustrie generiert eine gesamte heimische Wertschöpfung von insgesamt 16,2 MILLIARDEN EURO und sichert rund 183.200 BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSE.
* Der Branchenumsatz der Automotiven Zulieferindustrie betrug im Jahr 2025 26,87 MILLIARDEN EURO. Im Vergleich zu 2024 (28,41 Milliarden Euro) entspricht das einem RÜCKGANG VON 5,5 %.
* Ende 2025 lag die Zahl der DIREKT BESCHÄFTIGTEN BEI 73.900. Das sind rund 3.000 ARBEITSPLÄTZE weniger als 2024 und weitere 2.500 Stellen weniger als 2023.
* Die EXPORTQUOTE liegt bei rund 94 PROZENT.
* Die Branche fordert weniger Bürokratie und Berichtspflichten, TECHNOLOGIEOFFENHEIT STATT VERBRENNERVERBOT, offene Märkte sowie wettbewerbsfähige Energie-, Steuer- und Arbeitskosten am Standort Österreich.
Die österreichische Automotive Zulieferindustrie zählt trotz anhaltender schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin zu den wichtigsten industriellen Wertschöpfungsbranchen des Landes. Rund 900 Unternehmen erwirtschaften 16,2 Milliarden Euro an Wertschöpfung und sichern österreichweit rund 183.200 Beschäftigungsverhältnisse. Gleichzeitig verschärfen sich die wirtschaftlichen Anforderungen für die Branche. Die Transformation zur Elektromobilität, die Absatz- und Ertragskrise europäischer Fahrzeughersteller sowie der zunehmende internationale Wettbewerb stellen die heimischen Unternehmen und die Wirtschaftspolitik vor große Herausforderungen.
Dietmar Schäfer, Vorsitzender der ARGE Automotive Zulieferindustrie: „Die österreichische Zulieferindustrie spielt europaweit in der industriellen Champions League und beweist tagtäglich ihre Innovationskraft und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch erleben wir derzeit den größten Strukturwandel seit vielen Jahren. Die rückläufigen Umsätze und der anhaltende Beschäftigungsabbau sind ein deutliches Warnsignal. Unsere Unternehmen investieren jetzt massiv in neue Technologien und in die Transformation ihrer Geschäftsmodelle, doch das Umfeld bleibt sehr volatil.“
Die Auswirkungen der Transformation spiegeln sich deutlich in den aktuellen Zahlen wider. Laut einer aktuellen Branchenanalyse des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) ist der nominelle Produktionswert der Automotiven Zulieferindustrie, nach einem bereits schwierigen Jahr 2024, im Jahr 2025 nochmals um 5,5 Prozent zurückgegangen. Besonders alarmierend ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse, die direkt der Branche zuzuordnen sind, lag im Jahr 2025 bei rund 73.900. Das sind rund 3.000 Jobs weniger als im Vorjahr (-4 Prozent). Bereits 2024 waren mehr als 2.500 Arbeitsplätze verloren gegangen.
Herwig Schneider, Leiter des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI):
ARGE Automotive Zulieferindustrie
GF Clemens Zinkl
Telefon: 43 (0)5 90 900 3482
E-Mail: autozulieferer@fmti.at
https://www.arge-auto.at
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