
ÖVP-Mayer: SPÖ-Vorstandstagung bringt keine Antworten auf die großen Herausforderungen im Wohnbau
Wiener Volkspartei fordert schnellere Baubewilligungen, mehr Sanierungen und Impulse für leistbares Eigentum
Die Ergebnisse der heutigen SPÖ-Vorstandstagung bleiben aus Sicht der Wiener Volkspartei deutlich hinter den großen Herausforderungen am Wiener Wohnungsmarkt zurück. Neben einem Fünf-Punkte-Bekenntnis zum Wohnen wurde ein neues Wohnprojekt mit 80 Wohnungen in der Seestadt Aspern angekündigt. „Ein neues Wohnprojekt, das auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist, ist grundsätzlich zu begrüßen. Aber 80 zusätzliche Wohnungen sind noch keine Wohnbauoffensive. Und die SPÖ präsentiert bekannte Bekenntnisse, während der Wohnungsneubau zurückgeht, der Sanierungsstau wächst und leistbares Eigentum weiterhin kaum eine Rolle spielt“, kritisiert Wohnbausprecher Gemeinderat Lorenz Mayer.
Von ursprünglich 12.600 für 2026 geplanten Wohneinheiten sollen laut Prognosen lediglich 9.600, möglicherweise sogar nur 8.000 fertiggestellt werden. Auch der Sanierungsbedarf bei Wiener Wohnen ist bekanntlich enorm. „Ein vom Rechnungshof errechneter Sanierungszyklus von 67 Jahren ist schlicht zu lang. Selbst das Ziel wurde mittlerweile von 30 auf 40 Jahre zurückgeschraubt. Hier braucht es einen nachvollziehbaren Plan, wie der Rückstau abgebaut und das Sanierungstempo dauerhaft erhöht wird“, so Mayer.
Auch beim Eigentum sieht die Wiener Volkspartei dringenden Handlungsbedarf. Die Eigentumsquote liegt in Wien bei lediglich rund 19 Prozent. Zudem wurden die Mittel aus der Wohnbaumilliarde für leistbares Eigentum bislang nicht abgerufen.
„Wien braucht endlich neue Impulse für den Wohnbau. Baubewilligungen müssen schneller vorangetrieben, bürokratische Hürden abgebaut und verlässliche Rahmenbedingungen für Bauträger und Investoren geschaffen werden. Gleichzeitig müssen wir die Sanierungen im Gemeindebau beschleunigen und leistbares Eigentum ermöglichen, gerade auch für junge Familien. Statt weiterer Grundsatzerklärungen braucht Wien konkrete Maßnahmen, damit wieder mehr gebaut wird“, so Mayer abschließend.
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