
Ein Jahr SEDA: Schellhorn dankt mehr als 5.200 Ideengeberinnen und Ideengebern – „Sie sind meine besten Verbündeten am Regierungstisch!“
Seit dem Nationalfeiertag 2025 direkter Draht zur Entbürokratisierung – Schellhorn ruft zur weiteren Beteiligung auf
Am 26. Oktober feiert die Servicestelle für Entbürokratisierungs- und Deregulierungsanliegen (SEDA) ihren ersten Geburtstag. Seit dem Nationalfeiertag 2025 können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung unter seda.gv.at unmittelbar melden, wo unnötige Bürokratie ihren Alltag erschwert und welche Regeln einfacher werden sollten. Die Bilanz nach einem Jahr: 5.253 EINMELDUNGEN (STAND 19. OKTOBER 2026) und eine Fülle konkreter Erfahrungen aus der Praxis, die laufend in die Entbürokratisierungsarbeit der Bundesregierung einfließen.
VON DER BÜRGERIDEE ZUR REFORM
Strom mit dem Nachbarn teilen, ohne dafür erst einen Verein gründen zu müssen. Den Kassenbon digital statt auf Papier bekommen. Den Lkw-Führerschein ab 60 grundsätzlich nur noch alle fünf statt alle zwei Jahre verlängern müssen. Oder Strafzettel dank QR-Code einfacher bezahlen. All das sind Beispiele für Bürokratieprobleme, die Menschen über SEDA gemeldet haben und bei denen inzwischen gesetzliche Vereinfachungen beschlossen wurden – auch über Schellhorns Strukturreform-, Entbürokratisierung- und Prozessbeschleunigungspaket vom Dezember 2025 hinaus.
_„Vor einem Jahr haben wir die Menschen gefragt, wo der Schuh drückt. Mehr als 5.200 Mal haben sie uns geantwortet. Dafür möchte ich mich bedanken. Denn niemand weiß besser, wo Bürokratie das Leben unnötig schwer macht, als diejenigen, die täglich mit ihr zu tun haben. Und niemand kann uns besser sagen, wo wir ansetzen müssen“_, so Staatssekretär Sepp Schellhorn.
Wie groß der wirtschaftliche Hebel der Entbürokratisierung für Österreich ist, verdeutlicht eine EcoAustria-Studie, die das Potenzial umfassender Entbürokratisierung mit rund 20 Milliarden Euro beziffert.
VOM BAUCHGEFÜHL ZUR EVIDENZ: JEDE EINMELDUNG WIRD GEPRÜFT
SEDA ist dabei weit mehr als eine digitale Anlaufstelle. Die eingehenden Vorschläge werden von Expertinnen und Experten gesichtet, thematisch ausgewertet und, sofern umsetzbar, im Rahmen der ressortübergreifenden Koordinierung eingemeldet. So werden aus individuellen Erfahrungen wiederkehrende Probleme sichtbar und aus konkreten Verbesserungsvorschlägen Grundlagen für die weitere Reformarbeit.
Die Erfahrungen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger fließen in unterschiedliche Reformprozesse ein: vom Entbürokratisierungspaket mit seinen 113 Maßnahmen über die Fördertaskforce und die Reformpartnerschaft bis zur europäischen Allianz für Deregulierung, deren Anliegen eines Pakts gegen Gold-Plating inzwischen auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs vorantreibt.
_„Wir haben nicht einfach 5.253 Beschwerden aufgeklaubt und abgeheftet. Als kleinstes Team der Bundesregierung hören wir zu, prüfen wir, koordinieren wir, und treiben voran. Aus tausenden einzelnen Erfahrungen entsteht ein immer klareres Bild davon, wo sich unser Staat selbst im Weg steht. So kommen wir vom Bauchgefühl zur Evidenz – und von der Evidenz zu konkreten Reformen.“_
DREI WIEDERKEHRENDE MUSTER: DIGITALISIERUNG, FÖDERALISMUS UND DOKUMENTATIONSPFLICHTEN
Die bisherige Auswertung der Einmeldungen zeigt drei besonders häufige Problemfelder:
* Rund 25 BIS 30 PROZENT der Anliegen betreffen Wünsche nach einfacheren digitalen Verfahren und besserer Digitalisierung.
* Rund 15 BIS 20 PROZENT beziehen sich auf föderale Zuständigkeiten, unterschiedliche Regelungen und unklare Kompetenzverteilungen.
* Weitere 15 BIS 20 PROZENT betreffen Berichts-, Melde- und Dokumentationspflichten.
Besonders auffällig ist damit der hohe Anteil an Anliegen, bei denen nicht einzelne Vorschriften, sondern das Zusammenspiel unterschiedlicher staatlicher Ebenen als Problem wahrgenommen wird.
_„Die Menschen wissen sehr genau, wo es drückt. Und sie wissen auch, dass nicht alles in Wien entschieden wird. Bis zu jede fünfte Einmeldung betrifft Fragen des Föderalismus. Der Schlüssel liegt in einer_ _Fö(r)deralismusreform. Wenn wir den Kompetenzwirrwarr entflechten und Bund, Länder und Gemeinden besser aufeinander abstimmen, können wir den Menschen das Leben erheblich erleichtern.“ _
_„Die Bürgerinnen und Bürger richten einen unüberhörbaren Appell an die Reformpartnerschaft in diesem Herbst der Ergebnisse: Lasst sie uns nicht enttäuschen!“_, so Schellhorn.
„HELFEN SIE MIR, WEITERHIN IHRE STIMME ZU SEIN“
Zum ersten Geburtstag dankt Schellhorn allen, die bisher Vorschläge eingebracht haben, und ruft zur weiteren Beteiligung auf:
_„Als Staatssekretär habe ich das Privileg, Ihre Erfahrungen und Vorschläge unmittelbar an den Regierungstisch und in die Verhandlungen zu tragen. Sie waren bisher meine besten Verbündeten. Helfen Sie mir weiter, Ihre Stimme am Regierungstisch zu sein. Denn ein verständlicher Staat entsteht nicht am Schreibtisch allein. Er entsteht, wenn wir den Menschen zuhören.“_
Die Servicestelle bleibt weiterhin unter WWW.SEDA.GV.AT für konkrete Vorschläge und Verbesserungsideen geöffnet.
Büro des Staatssekretärs für Entbürokratisierung und Deregulierung (
BMEIA)
Telefon: +43(0)5011503163
Website: https://www.bmeia.gv.at/themen/seda-servicestelle-fuer-
entbuerokratisierungs-und-deregulierungsanliegen
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