CD-Labor für innovative Therapien von allergischen Erkrankungen an MedUni Wien eröffnet

ALLERGISCHE ERKRANKUNGEN NEHMEN WELTWEIT ZU UND KÖNNEN OFT NUR UNZUREICHEND UND SYMPTOMATISCH BEHANDELT WERDEN. UM NEUE, INNOVATIVE THERAPIEOPTIONEN ZU ERFORSCHEN, WURDE JETZT AN DER MEDUNI WIEN EIN NEUES CHRISTIAN DOPPLER LABOR ERÖFFNET. GELEITET WIRD DIE FORSCHUNGSEINRICHTUNG VON PHILIPP STARKL VON DER UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I DER MEDUNI WIEN.

Allergien sind ein globales Gesundheitsproblem mit Hunderten Millionen Betroffenen. Allergiker:innen haben eine adaptive Typ-2-Immunantwort gegen harmlose Proteine, sogenannte Allergene, entwickelt. Ein Schlüsselparameter der Erkrankung sind Allergen-spezifische IgE-Antikörper, die bei Allergenexposition Mastzellen aktivieren. Mastzellen reagieren mit der Freisetzung von Botenstoffen, die allergische Reaktionen verursachen. Mastzellen nehmen daher eine Schlüsselfunktion bei Allergien ein. Da ein Großteil der verfügbaren Allergiebehandlungen bedeutende Einschränkungen und Nebenwirkungen aufweist, gibt es großen Bedarf an neuen Therapiemöglichkeiten. Im Rahmen des neuen Christian Doppler Labors für innovative Therapien von allergischen Erkrankungen (CDL-IAT) sollen durch ein umfassendes Grundlagenforschungsprogramm die definierenden molekularen Programme der Mastzellreifung, -aktivierung und -erholung charakterisiert werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollen in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Allegria Therapeutics neue mastzellspezifische Signalwege sowie entsprechende Wirkstoffe identifiziert werden.
WIRTSCHAFTSMINISTERIUM FÖRDERT ZUSAMMENARBEIT VON WISSENSCHAFT UND UNTERNEHMEN

Mag. Johannes Angerer
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