
ÖVP-Taborsky: SPÖ-Lobhudelei kann massive Probleme am Wiener Arbeitsmarkt nicht kaschieren
Wien braucht eine schlanke Stadt und eine starke Wirtschaft statt politischer Selbstbeweihräucherung
„Wenn die SPÖ Wien zum Jobmotor Österreichs erklärt, stellt sich angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit die Frage, ob dieser Jobmotor nicht längst einen sozialistischen Kolbenreiber erlitten hat. Die SPÖ blendet die tatsächlichen Probleme am Wiener Arbeitsmarkt nämlich geflissentlich aus. Natürlich ist jeder Rückgang der Arbeitslosigkeit erfreulich. Aber wer angesichts von mehr als 155.000 arbeitslosen Menschen und Schulungsteilnehmern in Wien bereits eine arbeitsmarktpolitische Erfolgsgeschichte ausruft, verwechselt eine kurzfristige Verbesserung mit einer nachhaltigen Trendwende. Wien braucht eine schlanke Stadt und eine starke Wirtschaft, die nachhaltige Arbeitsplätze schafft, statt immer neuer politischer Erfolgsmeldungen“, kritisiert der Arbeitsmarktsprecher der Wiener Volkspartei, Gemeinderat Hannes Taborsky, die heutigen Aussagen von SPÖ-Gemeinderat Christian Deutsch.
„Die SPÖ rühmt sich mit Beschäftigungsrekorden und verschweigt dabei, dass Wien seit Jahren das mit Abstand größte Arbeitslosenproblem Österreichs hat. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Wiener Arbeitslosenquote bei 11,9 Prozent und damit deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von 7,4 Prozent. Wien war das einzige Bundesland mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote. Besonders alarmierend ist, dass sich die Schere zwischen Wien und den übrigen Bundesländern bereits seit den 2010er Jahren geöffnet hat und selbst in wirtschaftlich besseren Zeiten nicht nachhaltig geschlossen werden konnte“, so Taborsky weiter.
Besonders deutlich werde das strukturelle Ungleichgewicht beim bundesweiten Vergleich. Während auf Wien rund 22 Prozent der österreichischen Bevölkerung und 23,5 Prozent der Beschäftigten entfallen, waren 2025 knapp 40 Prozent aller Arbeitslosen Österreichs in der Bundeshauptstadt registriert. Bei den Langzeitbeschäftigungslosen lag der Wiener Anteil sogar bei rund 52 Prozent.
„Wien stellt rund ein Fünftel der Bevölkerung, aber vier von zehn Arbeitslosen. Wer angesichts dieser Zahlen vom Jobmotor Österreichs spricht, sollte sich zuerst die Frage stellen, warum so viele Menschen in unserer Stadt dauerhaft keinen Arbeitsplatz finden. Unser Ziel ist eine schlanke Stadt und eine starke Wirtschaft, die Unternehmen entlastet, Investitionen ermöglicht und neue Arbeitsplätze schafft. Wien braucht keine sozialdemokratische Selbstbeweihräucherung, sondern eine Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik, die endlich auch die strukturellen Probleme in den Griff bekommt“, so Taborsky abschließend.
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