Betonstraßen als Schlüssel für resiliente Verkehrsinfrastruktur

Österreichische Delegation beim internationalen Betonstraßen-Symposium in Malaga vertreten

Mehr als 270 Expertinnen und Experten aus 34 Ländern treffen sich von 3. bis 6. November 2026 beim 15. Internationalen Symposium für Betonstraßen in Malaga, um aktuelle Entwicklungen, Innovationen und Zukunftsperspektiven im Straßenbau zu diskutieren. Auch Österreich ist mit einer achtköpfigen Delegation vertreten.

Für die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) nimmt Sebastian Spaun an der Fachkonferenz teil, gemeinsam mit Vertretern von Infrastrukturbetreibern, Baustoffproduzenten und Bauunternehmen, von der ASFINAG, HABAU, Holcim Österreich und Leyrer + Graf. Im Fokus stehen CO₂-Reduktion im Straßenbau, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung sowie die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur an die Herausforderungen des Klimawandels.

„Die internationale Fachkonferenz zeigt eindrucksvoll, dass Betonstraßen ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen und resilienten Infrastruktur sind. Besonders die Themen Langlebigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft gewinnen weltweit an Bedeutung“, betont Sebastian Spaun, Geschäftsführer der VÖZ.

AUSGEZEICHNETES RECYCLINGPROJEKT AUS ÖSTERREICH

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch innovativen Ansätzen der Kreislaufwirtschaft. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Re-Recycling der Betonfahrbahn auf der A1 Westautobahn zwischen Mondsee und Thalgau. Das „doppelte Recycling“ wurde 2025 von der europäischen Betonstraßenvereinigung EUPAVE mit dem „Outstanding Project Award“ ausgezeichnet.

Projektleiter Stefan Spalt von der ASFINAG wird dem internationalen Publikum das Vorzeigeprojekt vorstellen. Das Recycling des bestehenden, bereits in den 1990er Jahren als Recyclingbeton eingebauten Fahrbahnbetons hilft Primärrohstoffe einzusparen, Transportwege zu reduzieren und die Umweltbilanz zu verbessern. Das Projekt zeigt, wie moderne Betonstraßen zur Ressourcenschonung und zur Umsetzung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft beitragen können.

INTERNATIONALER AUSTAUSCH UND KNOW-HOW-AUFBAU

Das Programm umfasst wissenschaftliche und technische Fachvorträge, vielfach zu Anwendungen, wo Tragkraft gefragt ist: auf Häfen und Flughäfen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten zum Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie technische Exkursionen zu ausgewählten Infrastrukturprojekten.

Das erste „International Symposium on Concrete Roads“ fand 1969 statt, seither wird es alle vier Jahre organisiert, seit 2008 von EUPAVE, der europäischen Vereinigung für Betonstraßen. Das Symposium zählt zu den bedeutendsten Fachtreffen der weltweiten Betonstraßen-Community.

INFORMATIONSPLATTFORM FÜR PLANUNG UND PRAXIS

Aktuelle Informationen, Forschungsergebnisse und Projektbeispiele rund um Betonstraßen bündelt die VÖZ auf ihrer Fachplattform WWW.BETONSTRASSEN.AT. Die Website dient als zentrale Informationsdrehscheibe für Infrastrukturbetreiber, Bauunternehmen, Entscheidungsträger und Planer. „Langlebige und widerstandsfähige Verkeh„Langlebige und widerstandsfähige Verkehrswege sind eine zentrale Voraussetzung für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort. Betonstraßen bieten hier aufgrund ihrer Wartungsarmut und ihrer guten Recyclingfähigkeit ein großes Potenzial“rswege sind eine zentrale Voraussetzung für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort. Betonstraßen bieten hier aufgrund ihrer Wartungsarmut und ihrer guten Recyclingfähigkeit ein großes Potenzial“, so Spaun.

VÖZ-KOLLOQUIUM AM 12. NOVEMBER

Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Sicherheit und Resilienz wird die Zukunft leistungsfähiger Infrastruktur auch beim VÖZ-Kolloquium am 12. November im Mittelpunkt stehen. In der Podiumsdiskussion geht es auch um die Frage, wie Beton und Zement als strategische Baustoffe einen wesentlichen Beitrag zu Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und nachhaltiger Entwicklung leisten können. Stefan Spalt stellt auch am VÖZ-Kolloquium das Projekt des Re-Recycling der Fahrbahndecke auf der A1 vor.

Information zum Symposium mit dem Motto „Building the Future on Resilient Concrete Pavements“: https://www.eupave.eu/15th-international-symposium-on-concrete-roads/

Details zum vorgestellten Best-practice-Beispiel aus Österreich: Re-Recycling der Betonfahrbahn auf der A1 Westautobahn bei Mondsee gibt es hier zum Nachlesen: Update-65_2026_Oesterreich.pdf

Zement und Beton InformationsGmbH
Katharina Kutsche
Telefon: +43 1 714 66 85-23
E-Mail: kutsche@zement.at

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