
Hanger: Wünscht sich Landesrat Antauer in der Asylpolitik tatsächlich Kickl zurück?
Unter Kickl mehr als 35-mal so viele Einreisen im Familiennachzug und Zahl der Asylwerber in Niederösterreichs Grundversorgung heute um rund 93 Prozent niedriger
“Wünscht sich Landesrat Antauer in der der Asylpolitik tatsächlich Herbert Kickl als Innenminister zurück? Bevor er unseren Innenminister Gerhard Karner attackiert, sollte er sich mit der Bilanz seines Parteichefs auseinandersetzen: Von Jänner bis September 2018 wurden unter dem damaligen Innenminister Kickl 2.116 Einreisen im Familiennachzug verzeichnet. Im selben Zeitraum 2026 waren es unter Karner nur 60. Unter Kickl gab es damit mehr als 35-mal so viele Nachzüge”, hält der niederösterreichische ÖVP-Nationalratsabgeordnete Andreas Hanger zu den jüngsten Aussagen von FPÖ-Landesrat Martin Antauer fest.
Auch bei den Asylwerbern in der niederösterreichischen Grundversorgung fällt der Vergleich deutlich aus: Am 1. Juli 2018, während Kickls Amtszeit als Innenminister, waren es 5.261 Personen. Anfang November 2026 sind es 357, das entspricht einem Rückgang um rund 93 Prozent.
“Mit ‘Null heißt Null’ ist schnell ein Posting tituliert. Die FPÖ wäre aber besser beraten, die Versäumnisse des eigenen Parteichefs aufzuarbeiten. Wer anderen mangelnde Konsequenz vorwirft, sollte erklären, warum die Zahlen unter dem eigenen Parteichef um ein Vielfaches höher lagen. Diese Bilanz kann auch Landesrat Antauer nicht wegposten”, so Hanger.
Mit der nun in Begutachtung befindlichen Verordnung sind für 2026 und 2027 jeweils 314 Plätze für dem Familiennachzug vorgesehen, davon 37 für Niederösterreich. “Innenminister Karner setzt damit auf eine strenge Begrenzung, um unsere Schulen und unser Sozialsystem vor Überlastung zu schützen”, so Hanger zur geplanten Verordnung.
“Die FPÖ verteilt lautstark Vorwürfe, bleibt aber Antworten auf die Versäumnisse in der eigenen Amtszeit schuldig. Polemik ersetzt weder ein Konzept noch verantwortungsvolle Regierungsarbeit. Als Volkspartei tragen wir hingegen Verantwortung, setzen uns für konkrete Lösungen ein und sorgen so für Sicherheit und Gerechtigkeit”, so Hanger abschließend. (Schluss)
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