
Meilenstein: 3.000 MW Windkraft in Österreich
Weltmeisterin im Klettern Jessica Pilz tauft in Kreuzstetten ein Windrad der Windkraft Simonsfeld AG
Kreuzstetten (OTS) – Am Wochenende hat die Kletterweltmeisterin
Jessica Pilz ein Windrad der Windkraft Simonsfeld im Windpark
Kreuzstetten auf den Namen ‚Jessica’ getauft und damit symbolisch den
Meilenstein der Leistung von 3.000 MW Windkraft in Österreich
markiert. „Für die ersten 1.000 MW Windkraftleistung haben wir
beinahe zwei Jahrzehnte gebraucht. Die nächsten 2.000 MW hat das
Ökostromgesetz in nur acht Jahren ermöglicht“ berichtet Martin
Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld. „Damit hat die
Windbranche vorgezeigt, wie schnell die Energiewende vorangehen kann,
wenn man es wirklich will“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG
Windkraft, und ergänzt: „Für den nächsten Ausbauschritt braucht es
ein Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das den Ausbau auf hohem Niveau auch
ermöglicht.“
„Als leidenschaftliche Kletterin ist mir eine intakte Natur sehr
wichtig. Die Klimakrise ist hier eine sehr große Gefahr. Gut, dass
wir die Windkraft als Teil der Lösung haben und den Wind zur
umweltfreundlichen Stromerzeugung nutzen können“, so Jessica Pilz,
niederösterreichische Kletter-Weltmeisterin 2018 im Vorstieg. Sie
tauft jenes neu errichtete Windrad im Windpark Kreuzstetten auf ihren
Namen, das den Meilenstein von 3.000 MW Windkraftleistung in
Österreich markiert. „Seit ich mich erinnern kann, wird mit
Windrädern Strom erzeugt. Ich kenne eine Welt ohne Windräder gar
nicht“, so Pilz.
Zwtl.: Niederösterreich als Windkraftpionier
Das erste Windrad zur Stromerzeugung wurde 1994 in Wagram an der
Donau errichtet. Das Windrad, mit dessen Errichtung die 3.000 MW
Marke überschritten wurde, steht ebenfalls in Niederösterreich in
Kreuzstetten und wird von der Windkraft Simonsfeld betrieben. Sie ist
als Windkraftpoinier einer der größten Windkraftbetreiber und die
zweitgrößte Bürgerbeteiligungsgesellschaft in Österreich. „Als
Kletterin hat man ja keine Höhenangst, aber es ist schon sehr
beeindruckend aus 143 Meter Höhe von der Windkraftanlage in die
Landschaft zu blicken“, zeigt sich Pilz ganz begeistert beim Blick
vom Windrad. Das Windrad ist eines des Herstellers Senvion. Mit 200
Metern zählt es zu den größten in Österreich. Niederösterreich ist
auch jenes Bundesland in Österreich, das mit Abstand über das größte
Windkraftpotential verfügt. Mehr als die Hälfte der bestehenden
Windräder stehen in diesem Bundesland. Dass der Meilenstein 3.000 MW
Windkraftleistung in Niederösterreich erreicht wurde, freut
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Immerhin ist auch der Strom im
Bundesland seit 2015 zu 100 Prozent erneuerbar. „Die Klimakrise
fordert uns natürlich dennoch stark heraus. Für die Energiewende
müssen wir dranbleiben. Hier passt es, dass eine Kletterweltmeisterin
dieses Windrad tauft. Denn genau diese Ausdauer und Zähigkeit werden
wir auch für die Bewältigung der Klimakrise brauchen, schließlich
brauchen wir noch viel mehr Ökostrom um auch den Verkehr, die
Wärmeversorgung und die Industrie versorgen zu können“, so Pernkopf.
Zwtl.: 3.000 MW saubere Windkraft
Aktuell erzeugen in Österreich 1.300 Windräder mit einer Leistung
von 3.000 MW rund 7 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom, was
rund 11% des Stromverbrauchs entspricht. Damit sparen die Windräder
in Österreich 3,9 Millionen Tonnen CO2 ein. Die ersten 1.000 MW
Windkraftleistung wurden im Jahr 2010 erreicht. 2014 waren bereits
mehr als 2.000 MW Windkraftleistung installiert. Vier Jahre später
haben wir nun 3.000 MW Leistung erreicht. „So ein Ausbau ist nur mit
passenden Rahmenbedingungen möglich“, bemerkt Steininger. „Für eine
komplett erneuerbare Stromversorgung benötigt es einen ambitionierten
Zubau von Ökostromanlagen, wie wir ihn bereits 2014 schon einmal
hatten“, ergänzt Moidl und setzt abschließend fort: „Dies ist aber
nur möglich, wenn wir ein Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz bekommen, das
von Beginn an funktioniert und den Ausbau auch sicherstellt.
Mehrjährige Versuche und einen schlechten Start eines neuen
Fördersystems, wie zum Beispiel in Deutschland, können wir uns nicht
leisten.“
IG Windkraft Österreich
Martin Jaksch-Fliegenschnee
Mobil: 0660/20 50 755
m.fliegenschnee@igwindkraft.at
https://www.igwindkraft.at
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