Grüne Wien/Kunrath: 28 Jahre Lichtermeer – „Menschlichkeit zuerst“

Ein Blick nach Moria/Kara Tepe und Lipa zeigt: Die Themen des „Lichtermeers von SOS Mitmensch“ sind aktueller denn je

Wien (OTS) – Morgen vor genau 28 Jahren fand die größte Demonstration der 2. Republik statt. Am 23. Jänner 1993 hatten sich 300.000 Menschen auf dem historisch aufgeladenen Wiener Heldenplatz versammelt, um mit einer Fackel oder einer Kerze in der Hand Licht und Wärme zu zeigen. „Wir wollten ein anderes Klima im Land schaffen“, sagt Nikolaus Kunrath, Gemeinderat der Grünen Wien und einer der Mitorganisator*innen des Lichtermeers. „Wir wollten ein starkes Zeichen setzen gegen eine vergiftete, unsolidarische Stimmung im Land, die Hass und Rassismus geschürt hat. Und wir waren viele!“

Initiiert wurde das „Lichtermeer“ unter anderem als Reaktion auf das unter Jörg Haider angestrengte FPÖ Volksbegehren „Österreich zuerst“, dass den fremdenfeindlichen Kurs der FPÖ fortan kennzeichnete. „Sieht man sich den heutigen Kurs der Kurz-ÖVP in Menschenrechtsfragen an, dann ist das leider nicht allzu weit entfernt davon“, sagt Kunrath. Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und an der EU-Außengrenze seien untragbar und unmenschlich. Tausende Menschen hausen bei Regen und geringen Temperaturen in Zelten, ohne ausreichende sanitäre Versorgung und ohne Perspektive auf eine sichere Zukunft.

„Wir müssen uns jetzt auf unsere Wurzeln und unsere Menschlichkeit besinnen: Österreich war und ist seit Jahrhunderten ein Einwanderungsland, dass von der Vielfalt seiner Einwohner*innen stets profitiert hat. Ob 1993 oder heute: Es darf nicht ‚Österreich zuerst`, sondern muss immer ‚Menschlichkeit zuerst` lauten!“, so Kunrath.

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