TIROLER TAGESZEITUNG „Leitartikel“ vom 8. Juli 2023 von Peter Nindler „Wohnungsnot“

Tausende Tiroler Familien können sich das Wohnen kaum noch leisten, aber in Innsbruck stehen 3000 Wohnungen leer. Wohnungslosigkeit wird zum strukturellen Problem, weil der freie Wohnungsmarkt für viele nicht mehr erschwinglich ist.
In Tirol gibt es eine strukturelle Wohnungsnot. Was aber nicht gleichbedeutend ist mit einem generellen Versagen der Politik. Denn im Gegensatz zu anderen Bundesländern verfügt Tirol nach wie vor über eine gut dotierte und funktionierende Wohnbauförderung, allein heuer fördert das Land Wohnbauvorhaben mit nicht weniger als 240,2 Millionen Euro. Trotzdem prallen alle Förderungen und Entlastungspakete für Wohn- bzw. Mietzinsbeihilfen auf eine bittere Realität: Der soziale Wohnbau stößt an seine Grenzen. Er kann die stetig größer werdende Zahl von Wohnungssuchenden nicht mehr auffangen, die sich die Mieten am privaten Wohnungsmarkt nicht mehr leisten können.

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