Neuwahl bei Generalversammlung des NÖ Zivilschutzverbandes

LH Mikl-Leitner: Wenn wir von der Sicherheit unserer Bevölkerung reden, führt kein Weg am NÖ Zivilschutzverband vorbei

Der NÖ Zivilschutzverband lud gestern, Donnerstag, zur Generalversammlung im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln. Im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, zahlreichen Bezirkshauptleuten und Partnern der blaugelben Sicherheitsfamilie fanden auch die Neuwahlen des Landesvorstandes statt. „Sicherheit beginnt vor der eigenen Haustür, Sicherheit beginnt mit Vorsorge und Vorsorge bringt letztendlich auch Sicherheit“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Festakt. „Wenn wir von der Sicherheit unserer Bevölkerung reden, führt kein Weg am NÖ Zivilschutzverband vorbei.“

Die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen stehen 365 Tage im Jahr für den Zivilschutzverband ein, dankte die Landeshauptfrau: „Mit Kompetenz, mit Herzblut und immer mit einem ganz klaren Blick auf die Anliegen, die Sorgen und die Bedürfnisse der Menschen in unserem Land.“ Die engagierten Ehrenamtlichen und das hauptamtliche Team würden laut Mikl-Leitner ihr Bestes geben, „in der Prävention, durch Handlungsanleitungen, durch Information, in der Aufklärung, aber genauso großartig in der Krisen- und Katastrophenbewältigung.“ Als konkretes Beispiel nannte sie die Zertifizierung zur „Krisensicheren Gemeinde“, mit der der Zivilschutzverband Gemeinden begleite und auf den Ernstfall vorbereite, Mikl-Leitner dazu: „Mit dieser Zertifizierung sind wir in Niederösterreich Vorreiter, diese Zertifizierung gibt es in keinem anderen Bundesland.“ Die Leistungen des Zivilschutzverbandes seien beachtlich, so die Landeshauptfrau und nannte Formate wie die Zivilschutzwoche, Ausbildungsmodule, die Zweigstellen in den Regionen oder die Aktion „Füreinander Niederösterreich“.

Als Präsident wurde Christoph Kainz wiedergewählt, er berichtete: „Sicherheit steht auf der Prioritätenliste der Menschen ganz oben. Sicherheit passiert nicht automatisch, dafür braucht man geeignete Strukturen. Es muss gelingen, Menschen auf dem Weg der Sicherheit mitzunehmen und sie zu motivieren, sich eigenverantwortlich dem Thema zu widmen.“ Als Arbeitsschwerpunkte der vergangenen Jahre nannte Kainz die Themen Bevorratung, Blackout-Vorsorge und die Beratung für die Gemeinden und zog Bilanz: „Derzeit verfügen wir im Zivilschutzverband über elf hauptamtliche und 3.642 ehrenamtliche Mitarbeiter. Allein 2025 wurden 915 Veranstaltungen mit den Gemeinden durchgeführt, „Füreinander Niederösterreich“ hat 800 Mitglieder. 85 Gemeinden wurden als „Krisensichere Gemeinden“ zertifiziert. Der Zivilschutzverband ist 60 Jahre jung und so gut aufgestellt wie noch nie.“

Ebenso zu Wort kam Vizepräsident Dieter Dorner: „Der NÖ Zivilschutzverband ist eine tragende Säule unserer Sicherheitsarchitektur. Vieles, was hier geleistet wird, passiert nicht im Rampenlicht. Aber ohne diese Arbeit des Zivilschutzverbandes wäre Niederösterreich spürbar unsicherer.“ Vorsorge entscheide über Schaden oder Bewältigung, über Überforderung oder Handlungsfähigkeit, so Dorner: „Hier liegt die Kernaufgabe des Zivilschutzverbandes: Menschen befähigen. Nicht Angst machen, sondern Wissen geben, nicht Panik schüren, sondern Orientierung bieten.“

Die Partner des NÖ Zivilschutzverbandes wurden im Zuge des Festakts geehrt. Nach der Wahl des Landesvorstandes übernehmen Dieter Dorner, Daniel Gattringer, Alfons Weiss, Roland Hofbauer, Friedrich Pallinger, Martin Peterl, Andreas Bors und Gregor Reiner neue Funktionen.

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