
LR Kasser mit Update zum Gesundheitsplan 2040+ im Mostviertel
„Bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Regionen in Niederösterreich gewährleisten“
Unter dem Titel „Mehr moderne Medizin im Mostviertel“ gaben Landesrat Anton Kasser, NÖ Landesgesundheitsagentur-Vorständin Elisabeth Bräutigam, Bernadette Dornigg, Leiterin der Abteilung für Innere Medizin am Landesklinikum Melk sowie der Geschäftsführer der Gesundheitsregion Mostviertel, Martin Kaiser, im Rahmen einer Pressekonferenz ein Update zum Gesundheitsplan 2040+ und zur Akutgeriatrie am Landesklinikum Melk. Ziel sei es, bestehende Klinikstandorte zu stärken, Schwerpunkte zu bündeln und vor allem im Bereich der Altersmedizin das Angebot auszubauen.
Das Land Niederösterreich habe sich vor einem Jahr auf den Weg gemacht, gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu überlegen, wie man künftig die medizinische Versorgung in Niederösterreich gestalten werde, sagte Landesrat Anton Kasser eingangs und verwies dabei auf den Gesundheitsplan 2040+: „Wir sind seit einem Jahr dabei, diesen Plan mit Leben zu erfüllen, um eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Regionen in Niederösterreich zu gewährleisten. Egal, ob das ein städtisches Zentrum ist oder – so wie hier – im Mostviertel.“ Es gehe darum, so Kasser, Kräfte zu bündeln und sich zu spezialisieren, immer mit dem Fokus, der Bevölkerung die bestmögliche medizinische Versorgung anbieten zu können.
Unter anderem habe am Landesklinikum Melk die Akutgeriatrie mit Jahresbeginn ihre Arbeit aufgenommen. Zwölf Betten machen dabei den Anfang, schrittweise soll das Angebot bis 2030 auf 48 Betten ausgebaut werden. Das Landesklinikum Amstetten wird als Schwerpunktkrankenhaus mit Herzkatheterlabor und robotisch-assistierter Chirurgie gestärkt, das Landesklinikum Waidhofen/Ybbs bleibt zentraler Standort der Grund- und Akutversorgung mit Ausbau der Altersmedizin, und das Klinikum Mauer behält seine Sonderfunktion im Bereich Psychiatrie und psychosoziale Medizin.
NÖ Landesgesundheitsagentur-Vorständin Elisabeth Bräutigam unterstrich, dass „2040 eine halbe Million Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher über 65 Jahre alt sein wird. Wir haben ein Fach, das sich mit älter werdenden Menschen auseinandersetzt und die Bedürfnisse abdeckt, die hier benötigt werden. Diese Bedürfnisse sind natürlich andere als bei einem Jugendlichen oder einem Menschen, der mitten im Leben steht. Und genau darum geht es heute.“ Das Ziel sei es, dass die Menschen ihren Lebensabend so gut wie möglich zu Hause gestalten können.
Prim. Dr. Bernadette Dornigg, Leiterin der Abteilung für Innere Medizin am Landesklinikum Melk, sagte, dass dieser Tag für das Krankenhaus und die Menschen in der Region ein wichtiger Meilenstein sei: „In unserer Arbeit sehen wir eine zentrale Veränderung, denn die Bevölkerung wird älter und somit verändern sich auch die Anforderungen. Bei hochbetagten Menschen braucht es einen ganzheitlichen Blick.“
Der Geschäftsführer der Gesundheitsregion Mostviertel, Martin Kaiser, sagte: „Der Auftrag für unser Handeln in der Region ist der ‚Regionale Strukturplan Gesundheit 2030‘.“ Dazu werde man eine Bündelung von Leistungen vornehmen. „Durch die klare Bündelung von Kardiologie, Urologie und moderner Medizintechnik in Amstetten sowie den Ausbau der Altersmedizin in Melk und Waidhofen/Ybbs schaffen wir ein stabiles, zukunftsfähiges Versorgungsnetz für das gesamte Mostviertel.“
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