Roboterassistierte Chirurgie in NÖ wird ausgebaut

LR Kasser: Wir geben heute in Krems den Startschuss und gehen mit unseren OP-Robotern in die Gesundheitsregionen

Im Universitätsklinikum Krems informierten heute, Mittwoch, Landesrat Anton Kasser, LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam und Oberarzt DDr. Bernhard Grubmüller, der Leiter des Prostatakrebszentrums Krems, über den Ausbau der roboterassistierten Chirurgie in Niederösterreich. „Die Weiterentwicklung der roboterassistierten Chirurgie hier in Krems stellt einen wesentlichen Meilenstein in der Umsetzung des NÖ Gesundheitsplans 2040+ dar“, sagte Landesrat Anton Kasser. Seit 2015 gebe es die roboterassistierte Chirurgie bereits am UK Wiener Neustadt und am UK St. Pölten, so Kasser, aber: „Wir geben heute den Startschuss und gehen mit unseren OP-Robotern in die Gesundheitsregionen. In Krems geht der dritte Roboter in Betrieb, die nächsten werden in Mistelbach, Horn, Mödling und Amstetten sein.“

Man arbeite Stück für Stück ab, was die Expertinnen und Experten im Gesundheitsplan empfohlen hätten, erklärte der Landesrat weiter: „Heute ist ein guter Tag für die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich.“ Die Entwicklung zur roboterassistierten Chirurgie bringe „jederzeit die beste Erst- und Akutversorgung für unsere Patientinnen und Patienten, denn moderne Technologien ermöglichen eine hochpräzise und zugleich besonders schonende Behandlung.“ Man brauche junge Medizinerinnen und Mediziner an den Klinikstandorten in Niederösterreich, sagte Kasser: „Die roboterassistiere Chirurgie ist ein wichtiger Impuls, um Lehre und Technik gemeinsam auf den Punkt zu bringen.“ Das stärke nicht nur die chirurgische Aus- und Weiterbildung, sondern auch die regionale Versorgungskompetenz.

LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam konkretisierte das Bild zur roboterassistierten Chirurgie: „Die OP-Roboter unterstützen die Chirurgen bei der Operation.“ Es sei eine Weiterentwicklung der Schlüssellochtechnik, so Bräutigam: „Durch kleinere Schnitte sind eine schnellere Genesung und kürzere Krankenhausaufenthalte möglich. Die Roboter operieren nicht selbstständig, sondern unterstützen. Auch für die Teams sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dadurch die Operationen weniger belastend.“ Im Endausbau werde man in Niederösterreich sieben Geräte zur Verfügung haben.

Oberarzt DDr. Bernhard Grubmüller, der Leiter des Prostatakrebszentrums Krems, erklärte: „Die roboterassistierte Chirurgie bietet mehr Möglichkeiten: Durch den minimalinvasiven Zugang kann viel schonender operiert werden.“ In Krems werde der Roboter in verschiedenen Fachbereichen im Einsatz sein, so Grubmüller: „In der Urologie, in der Gynäkologie, in der allgemeinen Viszeralchirurgie, im HNO-Bereich und in der Thoraxchirurgie.“ Das biete viele Vorteile für die Patientinnen und Patienten: „Weniger Komplikationen, weniger Blutverlust, weniger Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte und somit langfristig bessere Ergebnisse.“

Nähere Informationen beim Medienservice der NÖ Landesgesundheitsagentur unter E-Mail medienservice@noe-lga.at bzw. beim Büro LR Anton Kasser unter 0676/81212345, Jan Teubl, und E-Mail jan.teubl@noel.gv.at.

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