VPNÖ-Zauner/Dinhobl: „Wiener Stadtrat Hacker setzt das Gesundheitssystem aufs Spiel”

Mehr als 70.000 Landsleute senden ein eindeutiges Signal ins Wiener Rathaus

Vor rund zwei Monaten hat die Volkspartei Niederösterreich ihre Kampagne „Schluss mit Blockieren. Wien muss operieren!” gestartet und zum Schulterschluss mit allen Gastpatientinnen und Gastpatienten aufgerufen. Heute zogen VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Matthias Zauner und VPNÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Franz Dinhobl im Zuge einer Pressekonferenz Bilanz.

„In den vergangenen Wochen haben wir als die Niederösterreich-Partei bewiesen, dass wir es ernst meinen mit unseren Ankündigungen und bei der Gesundheit unserer Landsleute keine faulen Kompromisse eingehen. In unzähligen Informations- und Verteilaktionen im ganzen Land haben die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher klargemacht, dass sie sich nicht als Patienten zweiter Klasse behandeln lassen – 71.243 haben diese Botschaft mit ihrer Unterschrift verstärkt. Mehr als 70.000 Landsleute: Das ist weit mehr als ein ausverkauftes Ernst-Happel-Stadion. Sie alle bieten dem überforderten Herrn Stadtrat aus Wien die Stirn und senden ein eindeutiges Signal ins Wiener Rathaus. Unsere Landsleute sind nicht für das hausgemachte Kostenproblem in Wiener Spitälern verantwortlich und sie sind schon gar keine Schnorrer. Herr Hacker kann mit billigen Zahlentricks nicht über seine davongaloppierenden Spitalskosten hinwegtäuschen. Denn wie man es dreht und wendet – Wien bricht bestehende Verträge und setzt damit unser jahrzehntelang erfolgreiches Gesundheitssystem aufs Spiel“, betont VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Matthias Zauner.

Während Wien die nicht-medizinischen Fremdkosten in seinen Spitälern nicht in den Griff bekommt, stellt Niederösterreich das Gesundheitssystem im eigenen Land auf zukunftsfitte Beine. „Niederösterreich investiert allein im Waldviertel 150 Millionen Euro in die Landeskliniken Horn, Zwettl, Waidhofen und Allentsteig. Im Weinviertel entsteht ein neuer Klinikstandort und die Investitionen ins Universitätsklinikum Wiener Neustadt sind die höchsten des Landes nach dem Regierungsviertel. Das alles zeigt: Wir tragen mit dem Gesundheitsplan 2040+ dem demografischen Wandel und dem steigenden Bedarf an spezialisierten Leistungen langfristig Sorge und garantieren eine flächendeckend hochqualitative Gesundheitsversorgung“, so Zauner.

VPNÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Franz Dinhobl warnt aber vor einer Vermischung der Debatte: „Durch gezielte Investitionen haben wir in Niederösterreich messbare Leistungssteigerungen herbeigeführt. In den letzten Jahren sind die ambulanten Kontakte um 11 Prozent und operative Eingriffe sogar um 21 Prozent gestiegen. Das Plus von 18,5 Prozent an Ausbildungsstellen innerhalb von nur drei Jahren unterstreicht diese Entwicklung. Wichtig ist mir aber zu betonen: Der Gesundheitsplan in Niederösterreich, für den neben SP-Finanzminister Marterbauer auch Dr. Ernest Pichlbauer anerkennende Worte findet, hat nichts mit der aktuellen Gastpatienten-Debatte zu tun. Vielmehr zeigt Stadtrat Hacker mit dem Finger überheblich auf Gastpatientinnen und Gastpatienten, damit niemand fragt, warum das Wiener System so teuer ist. Denn pro Behandlung zahlt Wien rund 40 Prozent mehr als der Rest Österreichs! Allein bei der Infrastruktur entstehen Mehrkosten von 1,36 Milliarden Euro jährlich. Würde Wien so effizient wirtschaften wie Niederösterreich, würde die marode Stadtkasse um satte 985 Millionen Euro schwerer sein. Wien hat in den vergangenen Monaten einen jahrzehntelang erfolgreichen gemeinsamen Weg einseitig verlassen – für ein Gesundheitssystem ohne Landesgrenzen braucht es aber die funktionierende Zusammenarbeit. Es ist höchste Zeit, dass Herr Hacker zur Vernunft zurückkehrt und ernsthaft an einer Lösung für alle Patientinnen und Patientinnen mitwirkt. Künftig muss es endlich wieder heißen: E-Card statt Meldezettel.“

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