
Sicherheitsausbau für B317 fixiert
BM Hanke/LHStv. Gruber: Rund 400 Mio. Euro für Sicherheitsausbau geplant–Zuständigkeit für B317 geht auf Land Kärnten über – Erste Baumaßnahmen 2027/2028, Gesamtfertigstellung 2039
Nach jahrzehntelangen Diskussionen und Verhandlungen haben sich Bundesminister Peter Hanke und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber auf einen sicheren Ausbau der B317 Friesacher Straße geeinigt und dazu heute in der Kärntner Landesregierung ein Arbeitsübereinkommen unterzeichnet.
Seit dem vergangenen Herbst wurde in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit der ASFINAG und dem Mobilitätsministerium daran gearbeitet. Es legt die weiteren Schritte sowie deren Finanzierung und somit eine konkrete Planungsgrundlage fest. „Nach jahrzehntelangen Diskussionen ohne Ergebnis ist es uns nun erstmals gelungen, mit dem Bund konkrete Schritte zur B317 festzulegen. Das Arbeitsübereinkommen ist mit einem Zeitplan und einer Finanzierung hinterlegt. Das ist ein echter Meilenstein“, betonte Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber.
Mobilitätsminister Peter Hanke betonte: „Mit dem historischen Übereinkommen setzen wir einen entscheidenden Schritt für mehr Sicherheit auf der B317. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Der Ausbau mit baulicher Mitteltrennung schützt Menschenleben und schafft eine leistungsfähige Verbindung für die Region. Wir investieren gezielt, vermeiden zusätzlichen Transitverkehr und verbrauchen wesentlich weniger Boden. Nach Jahren der Diskussion beginnt nun die Umsetzung – für Pendlerinnen und Pendler, Anrainer und die regionale Wirtschaft.“
Kern dieser Einigung ist, dass die B317 zwischen St. Veit Nord und Friesach Nord in die Zuständigkeit des Landes Kärnten übergeht und somit der Sicherheitsausbau über das Land erfolgt. Der Bund stellt dafür laut ersten Schätzungen finanzielle Mittel in Höhe von rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Der gesamte Streckenabschnitt soll somit aus dem Bundesstraßengesetz herausgenommen werden. Im Gegenzug wird die finanzielle Bedeckung durch den Bund im Bundesstraßengesetz gesetzlich verankert. „Wir sprechen hier von einer Investition von 400 Millionen Euro in Kärnten. Die B317 sicherer zu machen, ist ein Mammutprojekt für uns als Land. Aber wir nehmen diese Verantwortung auf uns, weil es einen entscheidenden Beitrag für mehr Verkehrssicherheit bedeutet“, so Gruber.
Die Ziele des Arbeitsübereinkommens sind unter anderem die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Lenkung des regionalen Schwerverkehrs und ein möglichst geringer Bodenverbrauch, um wertvolle Agrarflächen zu erhalten. Dabei sollen keine neue Transitrouten entstehen und keine kleinräumigen Ausweichstrecken geschaffen werden. Vielmehr will man die regionale Erreichbarkeit der Mittelkärntner Täler und Unterzentren sowie der Industrie- und Wirtschaftsstandort Treibach stärken.
„Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Beteiligten – sowohl bei den Vertreter:innen des Landes Kärnten als auch des Mobilitätsministeriums und der ASFINAG. Derartige Einigungen können nur gelingen, wenn alle Seiten einen Schritt aufeinander zugehen. Das ist hier gelungen – im Sinne der Verkehrssicherheit für alle Kärnterinnen und Kärntner“, hielt Mobilitätsminister Hanke fest.
Zentral bei der vereinbarten Lösung ist, dass es zu keinem Rückbau der Straße kommen wird, wie es bereits im Raum stand, sondern eine Mitteltrennung sowie ein vierspuriger Straßenquerschnitt umgesetzt werden sollen. Die Baumaßnahmen bzw. Bestandssanierungen werden in drei Bereichen erfolgen: in Friesach, in Zwischenwässern und in St. Veit Nord. In den Bereichen Friesach und St. Veit Nord soll eine Mitteltrennung mit einem vierstreifigen Querschnitt errichtet werden, während in Zwischenwässern der aktuelle Bestand saniert wird und das Brückentragwerk der ÖBB angepasst werden soll. Zwischensanierungen sollen sofort nach Änderung des Bundesstraßengesetzes 2027/2028 beginnen. Der erste Bauabschnitt des Sicherheitsausbaues im Bereich Friesach startet nach derzeitigem Plan im Jahr 2032. Die Verkehrsfreigabe ist für 2039 vorgesehen und damit um sechs bis sieben Jahre früher als es bei einem Ausbau in anderen Varianten möglich gewesen wäre.
Die Umsetzung des Sicherheitsausbaus durch das Land Kärnten bringt aber noch weitere Vorteile mit sich. So kommt es zu keiner Schließung von Anschlussstellen. Zudem bleibt eine Anbindung an das Gurktal für Betriebe in Hirt bestehen und die Straße wird nicht bemautet. „Positiv hervorzuheben ist auch, dass statt 30 nur zehn Hektar Boden verbraucht werden. Das ist im Hinblick auf die Sicherung wertvoller Agrarflächen von großer Bedeutung“, betont Gruber.
Abschließend sprach der Landeshauptmannstellvertreter insbesondere Minister Hanke sowie Straßenbaudirektor Volker Bidmon und allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus. „Mit Minister Hanke waren nach vielen mühsamen Jahren endlich Gespräche auf Augenhöhe möglich. Volker Bidmon hat mit seinem Team ebenso für dieses Ergebnis gekämpft wie ich. Und der heutige Tag zeigt, dass sich Kämpfen am Ende lohnt!“ (Schluss)
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