Rotkreuz-Präsident Schöpfer zu EU-SILC-Zahlen: „Armut in Österreich auf hohem Niveau – geopolitische Krisen schüren Teuerungsangst!“

Aktuelle Daten zeigen: 1,69 Millionen armutsgefährdet, mehr als 370.000 Kinder betroffen – steigender Andrang bei Unterstützungsangeboten des Roten Kreuzes ist alarmierend

Die aktuellen EU-weiten Erhebungen zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) zeigen erneut besorgniserregende Daten zur Situation in Österreich: 1,69 Millionen Menschen sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet (18,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) – das ist eine Zunahme in Vergleich zu 2024 um 1,9 Prozentpunkte. Mehr als 370.000 sind Kinder unter 18 Jahren. 261.000 Menschen leben in absoluter Armut.

ARMUT AUF INAKZEPTABLEM NIVEAU VERFESTIGT

„Die SILC-Zahlen für 2026 sind ein Alarmsignal: Armut hat sich in Österreich auf einem inakzeptablen Niveau verfestigt“, so Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. „Sozialleistungen werden gekürzt, Förderungen für Hilfsorganisationen reduziert – das alles vor dem Hintergrund von internationalen Krisen und Konflikten, die weitere Teuerungswellen befürchten lassen. Das hat fatale Auswirkung auf das Leben der Menschen, die geringe Einkommen haben. Armut bedeutet schlechtere Schulbildung, höhere Arbeitslosigkeit, mehr soziale Probleme. Der soziale Frieden und das Miteinander der Gesellschaft sind dadurch in Gefahr. Ich appelliere mit Blick auf die aktuellen Detailverhandlungen über das Doppelbudget 2027/28 inklusive Sparpaket an die Budget-Verantwortlichen der Bundesregierung: Sparen Sie dort, wo es sinnvoll ist, und nicht auf Kosten der Armen!“

EINE DRAMATISCHE ENTWICKLUNG IN ZAHLEN

Konkret weist Schöpfer darauf hin, dass etwa die Zahl der Abholungen bei der Team Österreich Tafel seit ihrer Gründung vor 16 Jahren von 600.000 auf mehr als 1,1 Millionen pro Jahr zugenommen hat. Das Gemeinschaftsprojekt des Österreichischen Roten Kreuzes und Hitradio Ö3 versorgt an 127 Standorten in ganz Österreich jede Woche Menschen mit kostenfreien Lebensmitteln, die sich den Einkauf im Supermarkt nicht mehr leisten können. „Leider steigt nicht nur hier der Andrang“, so Schöpfer. „Immer mehr Menschen kommen zu unserer Individuellen Spontanhilfe, weil sie sich ihre Stromrechnung nicht leisten können. Hier haben sich die Anfragen seit 2022 um 50 Prozent erhöht – eine dramatische Entwicklung.“

„HELFEN SIE UNS MIT EINER SPENDE, DIE NOT ZU LINDERN!“

Der Rotkreuz-Präsident betont: „Das Rote Kreuz ist für alle Menschen da, die Hilfe benötigen. Danke an alle Menschen, die uns mit einer Spende unterstützen – bitte helfen Sie uns weiterhin, die Not zu lindern. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, etwa mit einer Geldspende, einer Zeitspende oder einer Sachspende. Eine besonders einfache Methode ist die Pfandspende, die in vielen Supermärkten von Penny, Hofer oder Lidl möglich ist. Auch eine Stromspende über unser Partnerunternehmen Robin Powerhood ist eine innovative Methode der Unterstützung. Schon ein kleiner Betrag kann für arme Menschen einen großen Unterschied machen!“

SPENDENKONTO:

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Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Gerald Richter
Telefon: +43/1/58 900 – 153 +43/664/5444619
E-Mail: gerald.richter@roteskreuz.at
Website: https://www.roteskreuz.at

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