EU-Kommissar Brunner in Alpbach: „Wichtige europapolitische Entscheidungen stehen in den kommenden Monaten an“

EU-Budget, Erweiterung und Migration: Brunner setzt beim European Forum Alpbach auf Dialog über Europas Zukunft – junge Menschen und Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt

EU-Kommissar Magnus Brunner nutzt das European Forum Alpbach für den Austausch über zentrale Zukunftsfragen der Europäischen Union. Im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen die Wettbewerbsfähigkeit Europas, die stärkere Einbindung junger Menschen sowie die Handlungsfähigkeit der EU angesichts großer geopolitischer und gesellschaftlicher Herausforderungen.

„Wir treffen uns in einem Moment, in dem Europa von allen Seiten auf die Probe gestellt wird. Aber in Tirol, und ganz besonders hier beim Forum Alpbach, erleben wir, wie dieses Über-die-eigenen-Grenzen-Hinausdenken zu echtem Erfolg führen kann. Und genau so gewinnt Europa“, betont Brunner.

In den kommenden Monaten stehen für die Europäische Union wichtige politische Entscheidungen an. Dazu zählen insbesondere die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), die EU-Erweiterung sowie zentrale Weichenstellungen in der Migrations- und Asylpolitik. Auch die Beitrittsperspektiven von Island und Montenegro werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Im Bereich Migration soll zudem noch im Herbst ein neuer Vorschlag zur Stärkung des Frontex-Mandats vorgelegt werden.

„Gerade bei diesen großen Fragen braucht es ein Europa, das handlungsfähig ist und gleichzeitig den Dialog mit den Menschen sucht. Wir müssen Entscheidungen treffen, die Sicherheit und Stabilität gewährleisten, unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und Europa auch für die nächste Generation attraktiv machen“, so Brunner.

EUROPA GEMEINSAM ERLEBEN

Einen besonderen Schwerpunkt bildet beim European Forum Alpbach der Dialog mit jungen Europäer:innen. Unter dem Motto „European Echoes – Celebrate Europe“ laden die Europäische Kommission und das EFA am Samstag, 29. August, ab 20.00 Uhr dazu ein, Europa gemeinsam zu feiern und erlebbar zu machen. Das Programm verbindet Politik, Musik und Kunst. Nach einer künstlerischen Performance von Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst folgt eine gemeinsame Aktion mit einer großen EU-Fahne. Höhepunkt des Abends ist ein Konzert der österreichischen Künstlerin NENDA, bevor ein EU-Rave den Abend abschließt.

REGIONEN STÄRKEN, EUROPA WETTBEWERBSFÄHIGER MACHEN

Am Sonntag eröffnet Brunner gemeinsam mit Kata Tüttő, Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen, um 11.00 Uhr den Euregio Summit im Rahmen des Tiroltags. Im Zentrum steht die Frage, wie Regionen gemeinsam Innovation vorantreiben und damit Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Die regionale Zusammenarbeit steht auch im Mittelpunkt eines „Brownbag-Interviews“ am Samstag um 12.30 Uhr. Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, spricht mit Elmar Pichler Rolle, Chefredakteur der Tageszeitung Dolomiten, über Erfahrungen und Initiativen auf EU-Ebene.

DIALOG MIT DER JUNGEN GENERATION

Beim EU-Jugenddialog am Montag, 31. August, diskutiert Brunner mit Stipendiat:innen über ihre Erwartungen an Europa und aktuelle politische Herausforderungen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie europäische Entscheidungen noch stärker an den Lebensrealitäten und Zukunftserwartungen junger Menschen ausgerichtet werden können. „Nutzen wir also diese Tage in Alpbach gut. Und seien wir alle Botschafter für eine starke Europäische Union: eine, die sich immer wieder selbst hinterfragt, sich stetig verbessert, und auf die wir zu Recht stolz sein können“, appelliert Brunner.

„EUROPA HAT SEHR VIEL ZU BIETEN“

Zum Abschluss seiner Alpbach-Termine steht die europäische Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt. Bei einem Business Breakfast am Dienstag, 1. September, diskutiert Brunner darüber, welche Qualifikationen Europa benötigt, wie internationale Talente gewonnen werden können und welche Rahmenbedingungen Innovation und Wachstum fördern. „Europa hat sehr viel zu bieten: Stabilität, Sicherheit und einen sehr hohen Lebensstandard sowie Zugang zu einem Markt von 450 Millionen Menschen. Das macht unseren Kontinent zur attraktivsten Destination für die besten Köpfe der Welt“, so Brunner.

Das European Forum Alpbach ist damit auch 2026 eine wichtige Plattform für den Austausch über die Zukunft Europas – zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Regionen und insbesondere der jungen Generation.

Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
Sabine Berger
Telefon: +43 676 606 21 32
E-Mail: sabine.berger@ec.europa.eu

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