Erster 175-Tonnen-Stromriese für APG-Umspannwerk Kronstorf angeliefert

IM ZUGE DES PROJEKTS „SICHERE STROMVERSORGUNG ZENTRALRAUM OBERÖSTERREICH“ WURDE IN DER NACHT VON MONTAG AUF DIENSTAG DER ERSTE VON INSGESAMT ZEHN TRAFOSCHENKELN FÜR DAS UMSPANNWERK (UW) KRONSTORF DER AUSTRIAN POWER GRID AG (APG) ANGELIEFERT. DAS RUND 175 TONNEN SCHWERE GROSSBAUTEIL IST WESENTLICHER BESTANDTEIL EINES NEUEN 380/220-KV-TRANSFORMATORS. MIT SEINER ANLIEFERUNG ERREICHT DER AUSBAU DES UMSPANNWERKS EINEN WICHTIGEN MEILENSTEIN. DIE NEUEN TRANSFORMATOREN SCHAFFEN DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE EINBINDUNG DES KÜNFTIG ENTSTEHENDEN 220-KV-VERSORGUNGSRINGS IM ZENTRALRAUM OBERÖSTERREICH UND STÄRKEN DIE SICHERE STROMVERSORGUNG DER REGION NACHHALTIG.

Am 5. September machte sich der 7,6 Meter lange, vier Meter breite und 4,6 Meter hohe Fahrgast mit dem Zug vom Siemens Energy-Werk in Weiz auf den Weg zum Bahnhof Enns. Dort wurde der Stromriese mit einem speziellen Hubgerüst auf einen sogenannten PST-Selbstfahrer mit zehn Fahrachsen verladen. Nach einer Streckensperre durch die Stadt Enns ab 22 Uhr ging es ferngesteuert und Schritt für Schritt über rund 13 Kilometer zum Umspannwerk Kronstorf. Die Fahrt dauerte rund dreieinhalb Stunden und führte teilweise entlang der Enns.

„Der Transport eines 175 Tonnen schweren Trafoschenkels durch den öffentlichen Verkehrsraum ist bis ins kleinste Detail geplant. Trotz moderner Technik und umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen erfordert ein Schwertransport dieser Größenordnung höchste Konzentration und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Umso mehr freut es uns, dass der erste Trafoschenkel sicher seinen Arbeitsplatz erreicht hat“, sagt APG-Projektleiter Jürgen Pilgerstorfer.

An seinem neuen Bestimmungsort angekommen, wird der Trafoschenkel in den kommenden Tagen auf sein Fundament gezogen. Bis Anfang November werden zwei weitere baugleiche Schenkel angeliefert. Gemeinsam bilden die drei Schenkel einen neuen 380/220-kV-Großtransformator mit einer Leistung von rund 550 Megavoltampere (MVA).

Bis zum Abschluss der Arbeiten im Umspannwerk Kronstorf im Jahr 2029 werden sieben weitere baugleiche Trafoschenkel angeliefert. Daraus entstehen zwei weitere Großtransformatoren, zusätzlich bleibt ein Reserveschenkel verfügbar.

UW KRONSTORF ALS WICHTIGER KNOTENPUNKT FÜR DIE STROMVERSORGUNG OBERÖSTERREICHS

Im UW Kronstorf laufen seit 2024 umfangreiche Aus- und Umbauarbeiten. Künftig dient es dem Zentralraum neben dem UW Ernsthofen als weiterer Anspeisepunkt aus dem überregionalen 220- bzw. 380-kV-Höchstspannungsnetz der APG. Dadurch wird die Versorgungssicherheit in der Region deutlich erhöht und der Industrie- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich nachhaltig gestärkt.

Die Arbeiten am UW Kronstorf sind Teil des Partnerprojekts „Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich“ von APG, Netz OÖ und LINZ NETZ. Insgesamt investieren die drei Projektpartner rund 800 Millionen Euro in den Aufbau eines neuen 220-kV-Versorgungsrings, der die bestehende, über 70 Jahre alte 110-kV-Anspeisung des Zentralraums Oberösterreich ersetzt und zukunftsfit macht. Künftig verbindet der Ring die APG-Umspannwerke Ernsthofen, Pichling, Hütte Süd, Wegscheid und Kronstorf. Darüber hinaus werden mehrere Umspannwerke der Projektpartner in das Netzkonzept eingebunden. Die Umsetzung des Projekts läuft seit 2024, die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

„Umspannwerke verbinden das Höchstspannungsnetz der APG mit den regionalen Verteilnetzen. Sie sind gewissermaßen die Auf- und Abfahrten der Stromautobahn. Transformatoren sind dabei das Herzstück eines jeden Umspannwerks. Sie wandeln elektrische Energie auf die jeweils benötigte Spannungsebene um, damit der Strom zuverlässig und in der richtigen Stärke bei Industrie, Betrieben und Haushalten ankommt“, erklärt Pilgerstorfer.

_ÜBER AUSTRIAN POWER GRID (APG)_

_Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die SICHERE STROMVERSORGUNG Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von STATE-OF-THE-ART-TECHNOLOGIEN integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der ELEKTRIFIZIERUNG von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind WIRTSCHAFTSMOTOR und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren._

Austrian Power Grid AG
Stefan Waleharch, MA
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E-Mail: stefan.walehrach@apg.at
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