Stadtrechnungshof Wien prüfte den Kärntner Landesrechnungshof

Sedlak: „Der Blick von außen eröffnet neue Perspektiven und stärkt die externe Finanzkontrolle“

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Landhaus in Klagenfurt am 22. September, übergab das Peer Review-Team unter der Federführung von Wiens Stadtrechnungshof-Direktor Werner Sedlak sowie dem Präsidenten des Sächsischen Rechnungshofes, Jens Michel dem Kärntner Landesrechnungshof-Direktor Günter Bauer und dem Ersten Präsident des Kärntner Landtages, Andreas Scherwitzl den finalen Peer Review-Bericht.

Knapp zehn Jahre nachdem sich der Wiener Stadtrechnungshof durch den Sächsischen Rechnungshof sowie Oberösterreichischen Landesrechnungshof einer freiwilligen unabhängigen Überprüfung (Peer Review) unterzog, prüfte nun ein Team des Stadtrechnungshofes Wien sowie des Rechnungshofes Sachsen den Kärntner Landesrechnungshof (LRH).

WIENER EXPERTENTEAM STELLT DEM LRH KÄRNTEN EIN GUTES ZEUGNIS AUS

Wie umfassend und detailgenau das Peer Review war, zeigt sich unter anderem an der Dauer des Prozesses, der mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) im April des Vorjahres eingeläutet wurde.

Nach einer Analysephase, vor Ort-Einschau, Berichtserstellung sowie Einarbeitung der Stellungnahmen vom Kärntner Landesrechnungshof konnte der Prozess vom Peer Review-Team bestehend aus Anita Drahosch-Fradinger und Rainer Wendel vom Wiener Stadtrechnungshof sowie Mitarbeitenden des Sächsischen Rechnungshofes im Juli 2026 abgeschlossen werden.

Im Mittelpunkt der Prüfung standen die rechtlichen Rahmenbedingungen, Strategie und Planung, Unabhängigkeit, Personalwesen, Personalausstattung, Prüfungsplanung und -durchführung, Qualitätskontrolle und -sicherung sowie die Öffentlichkeitsarbeit der geprüften Einrichtung.

Das Peer Review-Team hob unter anderem positiv hervor, dass der Kärntner Landesrechnungshof die internationalen Standards für Oberste Rechnungskontrollbehörden gut erfüllt. Zudem verfügt die Kärntner Kontrolleinrichtung über ein detailliertes strategisches Konzept, mit dem sie konkrete Vorgaben und Zielerreichungen für ihr verfassungsrechtliches Mandat definiert.

Dazu Wiens Stadtrechnungshof-Direktor Werner Sedlak: „Der Peer Review-Prozess, dem wir uns unterzogen haben, hat unserem Haus wertvolle Erkenntnisse und Impulse für die eigene Arbeit geliefert. Zudem eröffnet der Blick von außen neue Perspektiven, was die Qualität der externen Finanzkontrolle insgesamt stärkt.“

EURORAI – PEER REVIEW AUF EUROPÄISCHE EBENE HEBEN

Am Vortag der Pressekonferenz zum Peer Review fand in Klagenfurt das Auftakttreffen der Arbeitsgruppe für Peer Reviews statt, demnach sollen zukünftig Peer Reviews auch eine zentralere Rolle im Kontext von EURORAI (Europäische Organisation der Regionalen Externen Institutionen zur Kontrolle des Öffentlichen Finanzwesens) einnehmen.

Neben dem Kärntner Landesrechnungshof, dem Stadtrechnungshof Wien und dem Sächsischen Rechnungshof diskutierten auch Vertreter des slowenischen Rechnungshofs, des Audit Scotland und der EURORAI über die wichtige Rolle von Peer Reviews und wie diese unabhängigen Organisationsprüfungen künftig dazu beitragen können, regionale Rechnungshöfe in ganz Europa bei der Qualitätssicherung und Organisationsentwicklung zu unterstützen.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN: Stadtrechnungshof Wien

Pressefoto: presse.wien.gv.at/bilder

(Schluss) fre

Mag.a Elvira Franta, Bakk. phil., BA
Pressesprecherin Stadtrechnungshof Wien
Telefon: 01/4000 81018
E-Mail: elvira.franta@wien.gv.at

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