
LH Mikl-Leitner beim Tourismusempfang der Destination Wiener Alpen
„Wir wollen einen Tourismus, der unsere Gäste begeistert, von dem unsere Betriebe gut leben können und von dem die ganze Region profitiert“
Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie aus der Politik trafen sich am gestrigen Montagabend im Theater Reichenau zum Tourismusempfang der Wiener Alpen. Unter dem Motto „Gemeinsam gewachsen, gemeinsam Zukunft gestalten“ blickte man auf 20 Jahre Tourismusdestination Wiener Alpen zurück – eine Entwicklung, die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner als „sensationelle Erfolgsstory“ bezeichnete.
In den Wiener Alpen sei „unglaublich viel weitergegangen“, sagte die Landeshauptfrau und verwies dabei etwa auf die Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt oder das renovierte Stadttheater. Aber nicht nur im urbanen Raum habe sich viel entwickelt – vom Semmering über die Rax und die Bucklige Welt bis ins Wechselland sei die Region heute Vorzeigebeispiel für ein breites, touristisches Angebot. Mikl-Leitner betonte: „Ich glaube an diese Destination Wiener Alpen mit ihrer Mischung aus Natur, Geschichte, Weltkulturerbe und Genuss.“
Den Erfolg der Region mache vor allem der große Zusammenhalt aus, sagte sie weiters: von Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Gastgeberinnen und Gastgeber, Investoren, Bergbahnen und Ausflugsziele, Kultur- und Tourismusorganisationen, den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und den Menschen, die hier leben. „Sie haben das Potenzial dieser Region erkannt und machen daraus touristischen Erfolg.“
Die Landeshauptfrau hob zudem die Bedeutung des Kulturtourismus hervor: „Kulturangebote sind ein Magnet für unsere Gäste und sorgen dafür, dass sie dann auch gleich ein paar Tage bei uns bleiben.“ Und Niederösterreich habe kulturell viel zu bieten – von Krems über Grafenegg, St. Pölten und Wiener Neustadt bis nach Reichenau. Gerade das Theater Reichenau, „das heuer sein 100. Jubiläum feiert“, habe mit seinen Festspielen eine große Anziehungskraft, erklärte sie: „Denn wer für einen Theaterabend nach Reichenau kommt, bleibt gerne und entdeckt zum Beispiel bei einer Wanderung die gesamte Region, die wunderschöne Natur und auch die Gastronomie.“
Auch in Zukunft werde Niederösterreich auf seine Stärken setzen. Mikl-Leitner nannte dabei Regionalität und Authentizität, noch mehr Ganzjahresangebote und Qualität statt Masse. „Denn im Tourismus ist unser Ziel klar. Wir wollen einen Tourismus, der unsere Gäste begeistert, von dem unsere Betriebe gut leben können und einen Tourismus, von dem die ganze Region profitiert.“
Mariella Klement-Kapeller, die kürzlich als Geschäftsführerin der Destination Wiener Alpen wiederbestellt wurde, blickte auf die Entwicklung der letzten 20 Jahre zurück. Als Beispiele für die erfolgreiche regionale Entwicklung nannte sie unter anderem die Wexl Trails, den Bikepark Semmering und den Alpen Bikepark Schneeberg, die revitalisierte Raxseilbahn, den Eis-Greissler Erlebnispark, den RUFBus in der Semmering-Rax-Region und die Therme Linsberg Asia. „Kurz: aus vielen einzelnen Angeboten ist ein starker Erlebnisraum geworden,“ betonte Klement-Kapeller. Das sei auch zentrale Aufgabe der Destinationsarbeit: „Aus vielen Ereignissen ein stimmiges Gesamtangebot zu machen.“
Die Geschäftsführerin stellte weiters gemeinsam mit Interviewpartnerinnen und Interviepartnern Themenkampagnen der Destination vor. Feri Schwarz, Bürgermeister von Bad Schönau, sprach zur Kampagne „Gesundheit: Wo meine Leichtigkeit beginnt“, die Geschäftsführerin des Stadttheaters Wiener Neustadt, Maria Großbauer, über „Kultur an ungewöhnlichen Orten“ und Stefan Görg, Inhaber und Betreiber des Restaurants Görg in Katzelsdorf über „Wir servieren Unbeschwertheit“. Die Kampagne „Nachhaltigkeit – Verantwortung als Qualitätsversprechen“ stellte der Obmann des Tourismusverbandes Semmering-Rax-Schneeberg, Christian Blazek, vor. Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, sprach zum Thema „Natur in Bewegung und Internationalisierung.“
Das Statement von Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, drehte sich um das Thema „Chancen der Digitalisierung nutzen“ und die Frage „Was braucht es, um eine starke Marke zu werden?“. Duscher stellte das Projekt „Digitales Tourismusnetzwerk Niederösterreich“ vor. „Aus 83 verschiedenen Websites der Regionen, Städte, Gemeinden, Wirtshauskultur, der NÖ Werbung und vielen mehr haben wir ein gemeinsames, digitales Ökosystem geschaffen.“ Denn je stärker man im digitalen Verbund sei, desto stärker sei man auch im Vergleich mit anderen Bundesländern, so Duscher.
Für die musikalische Gestaltung des Tourismusempfangs sorgte die Band „ZamQuetscht“ aus der Buckligen Welt, für die kulinarische Begleitung der Gasthof Diewald aus Raach im Hochgebirge. Den Service übernahmen Schülerinnen und Schüler der Tourismusschule Semmering.
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