Drei Länder, ein gemeinsames Ziel: Neuer Notarztstützpunkt in Weyer stärkt die Notfallversorgung in der Region Eisenwurzen

„Mit diesem bundesländerübergreifenden Projekt stärken wir die Notfallversorgung in der Region“

Die Neuorganisation des Notarztsystems in Niederösterreich hat auch Auswirkungen auf die angrenzenden Regionen in Oberösterreich und der Steiermark. Da das Notarzteinsatzfahrzeug in Waidhofen an der Ybbs bisher auch Gemeinden in den beiden Nachbarbundesländern mitversorgt hat, haben sich die drei Länder auf eine gemeinsame Neuausrichtung verständigt.

Oberösterreich, Niederösterreich und die Steiermark bündeln deshalb ihre Kräfte für eine bundesländerübergreifende Notarztversorgung. Ein neuer, gemeinsam finanzierter Notarztstützpunkt in Weyer soll künftig die Versorgung in der Region Eisenwurzen stärken. Damit wird den geografischen Besonderheiten der Region Rechnung getragen und die Grundlage für eine langfristige Stärkung der Notfallversorgung geschaffen. Den Betrieb des neuen Standortes übernimmt das Oberösterreichische Rote Kreuz.

Der niederösterreichische Finanz- und Spitalslandesrat Landesrat Anton Kasser unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Für mich stand außer Frage, dass sich auch Niederösterreich an dieser bundesländerübergreifenden Notarztversorgung beteiligt. Umso mehr freut es mich, dass wir dieses wichtige Vorhaben gemeinsam auf den Weg bringen und mit unserer Unterstützung zur Umsetzung beitragen können.“

„Diese bundesländerübergreifende Zusammenarbeit ist ein weiterer Schritt nach der Vereinbarung mit Wien im Bereich der Flugrettung hin zu einer modernen Gesundheitsversorgung. Wir müssen unsere Kräfte künftig noch stärker bündeln und die Gesundheitsversorgung gemeinsam denken und gestalten. Davon profitieren letztlich alle. Denn für die Patientinnen und Patienten zählen nicht die Grenzen der Bundesländer, sondern einzig und allein, dass sie rasch und bestmöglich medizinisch versorgt werden. Die Postleitzahl darf dabei kein Thema sein“, begrüßt Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Eva Prischl die gemeinsame Lösung.

Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander betont: „Beste Versorgung braucht Qualität und Erreichbarkeit. Ich will beides stärken: Bestmögliche Medizin, die schnellstmöglich hilft. Für alle Menschen – egal, wo in Oberösterreich sie leben. Denn wenn es um die Gesundheit oder sogar das Leben eines Menschen geht, zählt jede Minute. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass im Ernstfall schnell Hilfe kommt. Genau darum war es mir so wichtig, die Notarztversorgung in der Region durch diesen Stützpunkt weiter zu stärken. Mit dieser gemeinsamen Lösung über die Landesgrenzen hinweg schaffen wir ein zusätzliches Stück Sicherheit und geben den Menschen in der Region das gute Gefühl, im Ernstfall bestens versorgt zu sein.“

Der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl bekräftigt: „Nach unseren erfolgreich angelaufenen Spitalskooperationen mit Oberösterreich und Salzburg wollen wir nun einen weiteren Schritt zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit setzen. Für die Menschen in der Region Steirische Eisenwurzen ist der gemeinsame Notarztstützpunkt in Weyer eine gute Ergänzung zur bestehenden Versorgung, insbesondere zu den gut ausgebildeten Rettungs- und Notfallsanitätern, unseren nachtflugtauglichen Notarzthubschraubern, den ärztlichen First Respondern sowie den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region.“

Gemeinsame Vereinbarung als nächster Schritt: Auf Basis dieser politischen Einigung werden nun die konkreten Details zwischen den drei Bundesländern ausgearbeitet und die entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen abgeschlossen. Die beteiligten Ländervertreter sind sich einig: „Mit diesem bundesländerübergreifenden Projekt stärken wir die Notfallversorgung in der Region Eisenwurzen und sorgen dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Denn im Notfall dürfen Landesgrenzen keine Rolle spielen. Entscheidend ist, dass die Menschen rasch und bestmöglich versorgt werden.“

Weitere Informationen: Büro LR Kasser, Pressesprecher Pascal Löffler, Telefon: 0676/81212308, E-Mail: pascal.loeffler@noel.gv.at bzw. Büro LR Eva Prischl, Pressesprecher Anton Heinzl, Telefon: 02742/9005-12576, E-Mail: anton.heinzl@noel.gv.at

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