„matinee“ am 4. Dezember: „Der Geschmack Europas – Salzkammergut“ und „José Carreras – The Lucky Tenor“

Außerdem: „Denn es will wieder Weihnachten werden – Adventbrauchtum in Niederösterreich“ und „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) – Die „matinee“ am Sonntag, dem 4. Dezember 2022, um 9.05 Uhr in ORF 2 widmet sich zunächst in einer neuen Ausgabe der ORF-Reihe „Der Geschmack Europas“ der Vielfalt der Kochtraditionen des Salzkammerguts. Anschließend werden die Adventbräuche Niederösterreichs in „Denn es will wieder Weihnachten werden – Adventbrauchtum in Niederösterreich“ (9.35 Uhr) beleuchtet. Anlässlich seines Geburtstags am 5. Dezember gibt es ein Wiedersehen mit dem legendären Tenor José Carreras in „José Carreras – The Lucky Tenor“ (10.00 Uhr). Am Ende des von Clarissa Stadler präsentierten ORF-Kulturvormittags steht „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit Berichten und Tipps zum heimischen Kulturgeschehen auf dem Programm.

„Der Geschmack Europas – Salzkammergut“ (9.05 Uhr)

Diesmal erkunden Florian Gebauer und Lojze Wieser auf ihrer Suche nach dem Geschmack Europas die Kulinarik des Salzkammerguts, das sich über drei Bundesländer erstreckt und acht Regionen umfasst. Diese Vielfalt spiegelt sich nicht nur in den unterschiedlichen Dialekten wider, sondern auch in den Kochtraditionen. Wildbret aus den Wäldern der Region ist vor allem im Herbst eine besondere Spezialität. Die vielen klaren Seen, die das Landschaftsbild des Salzkammerguts prägen und die traditionell mit „Plätten“ befahren wurden, beheimaten zahlreiche Fischarten, die auch kulinarisch verarbeitet und veredelt werden – sei es als Steckerlfisch, fein geräuchert, in der Dose konserviert oder fangfrisch zubereitet. Eine Besonderheit, die nur im Inneren Salzkammergut zubereitet wird, sind die Holzknechtnocken, die meist von Holzarbeitern, Bergleuten und den Arbeitern in den Salzbergwerken verspeist wurden. Die salzhaltigen Quellen der Region wurden schon seit Jahrtausenden zur Salzgewinnung herangezogen und auch zu Heil- und Kurzwecken verwendet. Doch die frisch gezapfte Sole wird in der Region auch gerne in den Backstuben verwendet, da die in ihr gelösten Mineralstoffe und Spurenelemente dem Brot und Gebäck einen besonderen Geschmack verleihen. Die Verbindung von Kulinarik und Brauchtum zeigt sich auch beim „Liachtbratlmontag“, der den Zeitpunkt markierte, ab dem im Herbst wieder künstliches Licht für die Arbeit in den Werkstätten verwendet wurde und der heute immer noch als großes Festessen für Handwerker zelebriert wird. Sechs weitere Staffeln von „Der Geschmack Europas“ stehen zum Streamen auf Flimmit bereit (flimmit.at).

„Denn es will wieder Weihnachten werden – Adventbrauchtum in Niederösterreich“ (9.35 Uhr)

Traditionen geben Halt und bringen Vertrautes in den Alltag. Auf dieser anregenden Reise durch Niederösterreich wird altes Weihnachtsbrauchtum zum Leben erweckt. Neben den traditionellen Weihnachtskeksen bäckt Seminarbäuerin Maria Wurzer auch andere weihnachtliche Köstlichkeiten als Inspiration für die heimische Backstube. Brauchtumsexperte Armin Haiderer führt durch den Film mit Geschichten rund ums Weihnachtsfest. Zu sehen sind Krippenschnitzer, ein traditioneller Perchtenlauf, die Arbeit eines Drechslers und auch Grete Hammel und ihre Rauschgoldengel im niederösterreichischen Haag stimmen auf das bevorstehende Fest ein. Auch der Grafenegger Advent darf nicht fehlen. Im Film sind einige Höhepunkte aus den vergangenen Jahren zu sehen. Die Atmosphäre der weihnachtlichen Chöre und Lesungen in Grafenegg kommt auf diese Weise direkt in die Wohnzimmer der Zuseher/innen und sorgt für Weihnachtsstimmung.

„José Carreras – The Lucky Tenor“ (10.00 Uhr)

Das Glück ist José Carreras nicht einfach zugeflogen, er musste es sich erst erkämpfen, denn sein Privatleben lief nicht immer so glanzvoll und ungetrübt wie seine Weltkarriere: Seine Familie wurde vom Franco-Regime verfolgt, seine Mutter starb an Krebs, als er 18 Jahre alt war. Ende der 1980er Jahre erkrankte er selbst an Leukämie, damals ein sicheres Todesurteil. Carreras nahm den Kampf auf und überlebte als einer der ersten Patienten, die eine Knochenmarktransplantation erhalten hatten. Er kämpfte sich zurück ins Leben und auf die Bühne. Gerade der Umgang mit den tragischen Momenten seines Lebens verrät viel über den Menschen hinter dem Opernstar. Er ist ein unermüdlicher Kämpfer, ein großer Kommunikator und ein gnadenloser Optimist. Seine Energie stellte er nicht zuletzt 1990 mit der Gründung der „Drei Tenöre“ an der Seite von Luciano Pavarotti und Plácido Domingo unter Beweis. Kurz vor der Gründung war Carreras Teil der ersten Einspielung der „West Side Story“ von Leonard Bernstein, in der er als einziger Spanier die Hauptrolle des amerikanischen Tony übernahm. Das mittlerweile 30-jährige Engagement für die „José Carreras Leukaemia Foundation“ ist ein weiterer Beweis für die unbeugsame Natur des Spaniers. Der Film zeigt die Höhen und Tiefen einer großen Karriere – und er lässt langjährige Wegbegleiter, Freunde und José Carreras selbst zu Wort kommen. Carreras zeigt sich als Mann, der sich sein Glück erkämpft hat, den seine Widerstandskraft und sein Wille zu dem gemacht haben, was er für die Weltöffentlichkeit ist: The Lucky Tenor.

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