
Textile Räume: Vernissage im ORF Vorarlberg
Textilkünstlerin Selina Reiterer präsentiert neue Installation im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg
Mit der Ausstellung „Everything is unreal“ der Vorarlberger Künstlerin Selina Reiterer wird das ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn erneut zur Ausstellungsfläche für Vorarlberger Gegenwartskunst. Am Abend des 27. Jänner 2026 eröffneten ORF Landesdirektor Markus Klement und die Vizepräsidentin des Bundesrats, Christine Schwarz-Fuchs, gemeinsam die neue Schau. Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink überbrachte die Grußworte des Landes. Anschließend sprach Kulturkoordinatorin Jasmin Ölz mit Selina Reiterer über deren Arbeit im Beisein von Künstler Marbod Fritsch, Kurator der Reihe „Kunst im Funkhaus“. DJ Gerry sorgte für stimmigen Sound zur Eröffnung.
Textilkunst und die Wahrnehmung des Räumlichen
Im Foyer des ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg präsentiert Selina Reiterer eine großformatige Rohrstahl-Konstruktion mit vier aufgespannten Textilflächen im Farbschichtdruck. Der silberne Rohrstahl korrespondiert direkt mit der Architektur des ORF-Landesfunkhauses Vorarlberg, ist doch der denkmalgeschützte Mittelteil des Hauses ebenso von markanten silbernen Rohrelementen geprägt. Reiterers digitale Transferzeichnungen auf Baumwolle und Kunstseide erinnern an Split-Screens und filmische Sequenzen, nur dass sich hier nicht das Bild, sondern die Betrachterinnen und Betrachter bewegen. Durch die Schichtung der Motive entsteht eine intensive Farbigkeit und ein markantes Licht- und Schattenspiel: So experimentiert die Textil- und Installationskünstlerin mit der Illusion der Tiefe des Raums in der Fläche.
International tätige Textil- und Installationskünstlerin
Selina Reiterer, 1985 in Bregenz geboren, studierte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee sowie an der ENSCI Les Ateliers Paris und forschte an der ETH Zürich zur Verbindung von Kunst, Technologie und Designperspektiven. Mit textilen, teils klangorientierten Rauminstallationen untersucht sie Beziehungen zwischen Objekt und Resonanz, behandelt Fragen zu Kunstwerk und Gebrauchsgegenstand und verknüpft altes Handwerk mit digitalen Prozessen. Ihre Arbeiten präsentierte Reiterer bereits in Berlin, Zürich, Frankfurt und Venedig.
Die Ausstellung ist bis 17. Mai 2026 täglich im Foyer des ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn zu sehen.
Rund hundert Gäste bei Vernissage
Bei der Ausstellungseröffnung waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kulturvermittlung sowie Galeristinnen und Galeristen anwesend, neben Vizepräsidentin des Bundesrats Christine Schwarz-Fuchs und Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink u. a. auch Brigitte Flinspach (ehem. Landtagsabgeordnete), Christiane Zaunmair (Kulturamtsleiterin Dornbirn), Valentin Sottopietra (Kulturstadtrat Dornbirn), Thomas Häusle (Direktor Kunstraum Dornbirn), Margot Prax (Galerie.Z), Erhard Witzel (QuadrART Dornbirn), Anne Zühlke (Kuratorin Dok20 Lustenau) und Johannes Inama (Leiter Küefer-Martis-Huus Ruggel/FL). Künstlerinnen und Künstler wie Gerold Tagwerker, Gernot Riedmann, Uta Belina Waeger, Amrei Wittwer, Katja Gehrung, und Architekt Olaf Jaeschke waren ebenso anwesend wie Bildhauer Mathias Garnitschnig, der im Juni 2026 im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg ausstellen wird. Mit dabei waren außerdem Angelika Simma-Wallinger (Chefredakteurin ORF Vorarlberg), Sonja Mohr (Finanzen & Controlling ORF Vorarlberg), Felix Holzer (Vorarlberger Nachrichten), Jan Kammann (Liechtensteiner Vaterland), Kulturjournalistin Martina Pfeifer-Steiner, Rudolf Grabher (11er Nahrungsmittel), Philipp Waltner (Casa Möbel), Judith Hagen-Gruber (Vorarlberger Kinderdorf) und Ariel Lang (Direktor BORG Egg).
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