Neue Stiftungsprofessur soll Versorgungssicherheit stärken und Künstliche Intelligenz zum Einsatz in der Landwirtschaft erforschen

LH-Stv. Pernkopf: Moderne Technologie soll Betrieben das Leben leichter machen

„Die Wissenschaft schafft uns neue Möglichkeiten und Lösungen, und unsere Landwirtschaft steht für Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln und gleichzeitig für höchste Innovationskraft. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen dabei die besten Werkzeuge und Unterstützungen, um eine wachsende Bevölkerung zu versorgen und gleichzeitig so schöne Kulturlandschaften zu bieten. Schon heute nutzen unsere Betriebe dabei modernste Werkzeuge und die Digitalisierung, um effizient und schonend zu produzieren. Mit einer neuen Stiftungsprofessur werden wir jetzt die Forschung in diesem Bereich stärken. Wir erwarten uns davon konkrete Lösungen, die in der Praxis ankommen, die den Betrieben das Leben leichter machen und die die Versorgungssicherheit stärken“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Mit Unterstützung des Landes NÖ in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro wird an der FH Wiener Neustadt in Kooperation mit dem Francisco Josephinum eine neue Stiftungsprofessur ausgeschrieben, die die agrarwissenschaftliche Forschung und Lehre im Bundesland nachhaltig stärken wird. FH Wiener Neustadt Geschäftsführer Axel Schneeberger: „Die Professur ‚Datenzentrierte KI in der Landwirtschaft‘ soll noch im Laufe des heurigen Jahres besetzt werden. Dabei besteht die Stiftungsprofessur natürlich nicht nur aus einer Professorin oder einem Professor, sondern auch aus weiterem wissenschaftlichem Personal, neuen Lehrinhalten und vielem mehr.“

Ziel ist es, KI-Anwendungen fit für den praktischen Einsatz in der Landwirtschaft zu machen. „Damit verbinden wir modernste KI-Technologien mit agrarischem Know-how. Denn die Landwirtschaft setzt heute schon modernste Methoden ein, in der Tiergesundheit wie im Pflanzenschutz, in der Verarbeitung genauso wie in der Vermarktung. Diese digitalen Innovationen sollen die Arbeit erleichtern und die Effizienz verbessern. Forschung und Entwicklung führen so zu einer nachhaltigen Intensivierung, mit mehr Produktion und gleichzeitig mehr Betriebsmittel- und Ressourcenschutz“, so Pernkopf.

„Die Stiftungsprofessur ermöglicht es uns, die Verbindung von Forschung und Lehre gezielt weiter zu vertiefen und neue Impulse für die Weiterentwicklung unseres Studiengangs zu setzen. Besonders wichtig ist uns dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Ausbildung zu integrieren und so den Praxisbezug weiter zu stärken. Unsere Studierenden profitieren von der Kombination aus fundierter Agrarkompetenz und technologischer Expertise – also jene Fähigkeiten, die in einer zunehmend digitalisierten Landwirtschaft gefragt sind und langfristig auch die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sichern“, betont Markus Gansberger, Studiengangsleiter des Bachelors Agrartechnologie & Digital Farming. Die Professur stärkt damit nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz am Standort, sondern schafft auch die Grundlage für ein zukünftiges Kompetenzzentrum im Bereich Digital Farming.

Die datenorientierte KI-Forschung wird zunächst in drei konkreten Anwendungsfällen verankert: Wachstumsmodellierung, nachhaltiger Pflanzenschutz & Biodiversität sowie Optimierung von Entscheidungsunterstützungssystemen. Diese Fälle decken zentrale Herausforderungen der Landwirtschaft ab und dienen als Ausgangspunkt für Methoden, die weit über die Landwirtschaft hinaus übertragbar sind. Weitere Anwendungsfälle werden folgen und die breite Einsetzbarkeit des datenorientierten KI-Ansatzes demonstrieren. Besonders innovativ ist der Fokus auf die Qualität, Aufbereitung und Generierung von Daten – ein Ansatz, der weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnt und entscheidend dafür ist, KI-Anwendungen in der Landwirtschaft verlässlicher und wirksamer zu machen.

„Das Francisco Josephinum zeichnet sich traditionell durch eine enge Verzahnung von Lehre, Forschung und praktischer Anwendung aus. Die eingerichtete Stiftungsprofessur stellt einen wesentlichen integrativen Bestandteil des neu etablierten Digitalisierungszentrums der HBLFA für die Landwirtschaft dar. Die Kooperation zwischen Fachhochschule, dem Land Niederösterreich und der Francisco Josephinum bildet eine zentrale Grundlage für eine zukunftsorientierte Ausbildung von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden. Zugleich gewährleistet sie den effektiven Transfer von Forschungs- und Versuchsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis und trägt damit nachhaltig zur Entwicklung des ländlichen Raums bei“, betont Martin Kerschbaumer, Direktor des Francisco Josephinums.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, Tel: +43 2742 9005 – 12704, Mobil: +43 676 812 15283, E-Mail: lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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