
Am Vorabend der Fußball-WM: Drei Fußball-Dokus zur ORF-1-Primetime
Ab 20.15 Uhr: „Das ÖFB-Nationalteam auf der Reise von St. Denis nach Santa Clara“, „Die Geschichte der Fußball-WM“ & „Österreichs 7 WM-Abenteuer“
Am Vorabend der FIFA WM 2026 und rund 24 Stunden vor dem Eröffnungsspiel Mexiko – Südafrika (ab 19.00 Uhr live in ORF 1) verkürzt am Mittwoch, dem 10. Juni, ab 20.15 Uhr in ORF 1 ein dreiteiliger Fußball-Doku-Abend die Wartezeit: Los geht es mit „Wie die Zeit vergeht! Das ÖFB-Nationalteam auf der Reise von St. Denis nach Santa Clara“ blickt auf die Zeitspanne zwischen dem bislang letzten WM-Auftritt einer österreichischen Nationalmannschaft und dem nunmehrigen Antreten in den USA. Mit dem rasanten Wandel des größten Sportereignisses der Welt beschäftigt sich um 21.15 Uhr „Vom Fußball-Experiment zum weltweiten Spektakel – Die Geschichte der Fußball-WM“, ehe der Fußball-Doku-Abend mit „Österreichs 7 WM-Abenteuer“ und einer stets bemerkenswerten Reise durch die WM-Jahre 1934, 1954, 1958, 1978, 1982, 1990 und 1998 zu Ende geht.
Für echte Fußballfans heißt es aber auch dann noch dranbleiben, steht doch um 23.20 Uhr noch eine weitere Folge von „Teamgeist“ auf dem Programm: Die (dritte) WM-Quali-Folge zeigt eindrucksvoll, wie schmal der Grat zwischen Erfolg, Jubel, Rekorden sowie Misserfolg und Zittern um die erfolgreiche WM-Qualifikation ist. Eine Folge voller Kontraste: zwischen dem Torrekord von Arnautovic im Spiel gegen San Marino und dem bitteren Rückschlag im Spiel gegen Rumänien.
20.15 Uhr, ORF 1: „Wie die Zeit vergeht! Das ÖFB-Nationalteam auf der Reise von St. Denis nach Santa Clara“
28 Jahre nach dem letzten WM-Auftritt kehrt Österreich 2026 auf die größte Fußballbühne zurück. „Wie die Zeit vergeht! Das ÖFB-Nationalteam auf der Reise von St. Denis nach Santa Clara“ blickt einen Tag vor der WM-Eröffnung am Mittwoch, dem 10. Juni, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON auf die Zeit zwischen St. Denis 1998 und Santa Clara, auf sportliche Höhen und Tiefen, gesellschaftliche Umbrüche, technische Revolutionen und fast vergessene Fußballmythen. Kabarettistin Christina Kiesler erlebt diese Reise aus der Perspektive einer Generation, die Österreich bei einer Fußball-WM noch nie bewusst erlebt hat.
Dienstag, 23. Juni 1998: Österreich spielt bei der Fußball-WM in Frankreich gegen Italien und scheidet aus. Was damals niemand ahnt: Mit dem Schlusspfiff beginnt eine Wartezeit von 10.221 Tagen bis zum nächsten WM-Spiel einer österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Erst 2026 ist Österreich wieder bei einer WM dabei. Nach sechs verpassten Qualifikationen und 28 Jahren in der Zuschauerrolle kehrt das Team auf die größte Fußballbühne zurück.
Die ORF-Dokumentation erzählt diese fast drei Jahrzehnte als unterhaltsame Zeitreise durch Fußball, Politik, Technik und Gesellschaft. Was ist aus dem österreichischen Fußball seit 1998 geworden? Welche Tiefpunkte mussten überstanden, welche Höhepunkte konnten gefeiert werden? Und wie sehr hat sich die Welt rund um das Nationalteam verändert?
Eine besondere Perspektive bringt Kabarettistin Christina Kiesler ein. 1998 war sie sechs Jahre alt – zu jung, um sich an Österreichs letzten WM-Auftritt zu erinnern. Für sie steht eine Generation, die die „Zehe der Nation“ nur aus Erzählungen kennt und nun erstmals bewusst ein WM-Spiel Österreichs erleben wird. Kiesler kommentiert mit viel Witz die Ereignisse der vergangenen 28 Jahre, führt durch die Sendung und verbindet persönliche Erinnerungen mit großen Momenten aus Sport, Gesellschaft und Zeitgeschichte.
Regisseur Gerhard Lackner: „Wir wollten keine klassische Chronologie erzählen, sondern eine Reise durch Erinnerungen, Bilder und Absurditäten dieser 10.221 Tage. Christina Kiesler gibt der Dokumentation dabei eine besondere Note: Sie schaut mit Neugier, Humor und manchmal auch mit ungläubigem Staunen auf eine Zeit, die für viele Fußballfans Legende ist – für ihre Generation aber fast schon Geschichtsunterricht.“
In der Dokumentation kommen zahlreiche prominente Persönlichkeiten zu Wort, die ihre Sicht auf die vergangenen 10.221 Tage erzählen: Caroline Athanasiadis, Alfred Dorfer, Peter Filzmaier, Heinz Fischer, Nina Hartmann, Andreas Herzog, Andreas Ivanschitz, Josh., Christa Kummer, Lisa Makas, Adi Niederkorn, Rainer Pariasek, Herbert Prohaska, Jakob Seeböck, Fanny Stapf, Peter Stöger und Alina Zellhofer.
21.15 Uhr, ORF 1: „Vom Fußball-Experiment zum weltweiten Spektakel – Die Geschichte der Fußball-WM“
Pünktlich vor dem Start der geschichtsträchtigen 23. Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika beleuchtet eine neue Dokumentation den rasanten Wandel des größten Sportereignisses der Welt. Gestaltet von Karl Huber zeigt das Werk, wie aus einem logistischen Abenteuer im Jahr 1930 eine globale Milliarden-Industrie wurde.
Als 1930 die erste Weltmeisterschaft in Uruguay ausgetragen wurde, glich das Turnier einem Experiment: Lediglich 13 Nationen nahmen teil, europäische Teams reisten wochenlang per Schiff an und das Finale wurde mit zwei unterschiedlichen Bällen bespielt. Die Dokumentation von Karl Huber führt die Zuschauerinnen und Zuschauer durch diese turbulenten Anfänge und zeigt auf, wie schnell die Politik das Potenzial des Sports für sich entdeckte. Von Mussolinis Propagandabühne 1934 bis zum legendären brasilianischen WM-Trauma des „Maracanazo“ 1950 – Fußball war von Beginn an weit mehr als nur ein Spiel. Mit dem Einzug des Fernsehens in den 1950er Jahren explodierte das weltweite Interesse. Das Feature zeichnet die großen Meilensteine nach – vom emotionalen „Wunder von Bern“ 1954 über das umstrittene Wembley-Tor 1966 bis hin zum Aufstieg globaler „Popstars“ wie Johan Cruyff, Diego Maradona, Pelé und den modernen Ikonen Messi und Ronaldo.
Ein zentraler Schwerpunkt der Dokumentation liegt daher auf den großen Debatten der Sportgeschichte: die umstrittene WM im Schatten der argentinischen Militärjunta 1978, das eiskalte „Sportswashing“ im Russland des Jahres 2018 sowie die jüngsten Menschenrechtsdiskussionen rund um Katar 2022.
22.15 Uhr, ORF 1: „Österreichs 7 WM-Abenteuer“
Von Matthias Sindelar bis Andreas Herzog, vom Wunderteam über Cordoba bis zur Schande von Gijon: Österreichs WM-Teilnahmen waren nicht eben zahlreich, hinterließen aber ihre Spuren in der WM-Historie: 1934 vom Schiedsrichter um den Finael-Einzug betrogen, 1954 im trefferreichsten Spiel aller bisherigen Zeiten 7:5 gegen die Schweiz triumphiert, 1958 als Gruppenletzter ausgeschieden, 1978 eine argentinische Stadt daheim zur Legende gemacht, 1982 beim Spiel gegen Deutschland die größte „Schande von Gijon“ durchlebt, ein unglückseliger Rückpass 1990 und 1998 nur in der Nachspielzeit gejubelt. Fad wurde es nicht mit der österreichischen Nationalmannschaft bei den WM-Turnieren, wie diese Dokumentation zeigt.
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