„kulturMontag“: Dirty Harry goes Thomas Bernhard, Emmerichs „Moonfall“, China zwischen Sportsgeist und Menschenrechten

Am 7. Februar nach der „Promi-Millionenshow“ um 23.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 7. Februar 2022 startet aufgrund der „Promi-Millionenshow für LICHT INS DUNKEL“ um 23.15 Uhr in ORF 2. Die Sendung befasst sich u. a. mit dem neuen Buch von Star-Entertainer und Multitalent Harald Schmidt, der kulinarisch auf Thomas Bernhards Spuren wandelt, gibt Einblicke in den neuen potenziellen Katastrophen-Blockbuster von Hollywood-Regisseur Roland Emmerich, der nächste Woche in die Kinos kommt, und beleuchtet anlässlich der Olympischen Winterspiele das Gastgeberland China zwischen Sportsgeist und Menschenrechtsverletzungen.

Kulinarisches Rendezvous mit Thomas Bernhard – Neues Buch von Harald Schmidt

„Dirty Harry“ alias Harald Schmidt ist ein großer Thomas-Bernhard-Bewunderer. Für den 64-jährigen Vollblutentertainer, Schauspieler, Kabarettist, Kolumnist, Schriftsteller, TV-Moderator und Chef-Zyniker der Deutschen ist der polarisierende Skandalautor, der mit endlosen Schimpftiraden und Stücken wie „Heldenplatz“ wortreiche Frontalangriffe auf seine österreichischen Landsleute unternommen hat, ein Phänomen. Dass Bernhards Literatur aber auch durch den Magen gehen kann, stellt Harald Schmidt nun in dem Buch „In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe“ unter Beweis. Darin begibt er sich auf kulinarische Spurensuche quer durch Österreich, denn der Jahrhundertschriftsteller war nicht nur ein Meister der Übertreibungskunst, sondern auch begeisterter Wirts- und Kaffeehausbesucher. Thomas Bernhard ließ in fast allen seinen Werken ausgiebig essen und offenbarte dabei zerfleischende Zustände. Ganz im Geiste Bernhards verspeiste Harald Schmidt auf seinem lukullischen Roadtrip Saure Wurst beim Kirchenwirt in Ohlsdorf oder die legendäre Frittatensuppe im Gasthof Klinger in Gaspoltshofen, wie sie im „Theatermacher“ aufgetischt wird. Über Bernhards makabre Tischgesellschaften und seinen maßlosen Hunger erzählt Harald Schmidt live im Gespräch mit Clarissa Stadler. In „Guten Morgen Österreich“ stellt Schmidt am Dienstag, dem 8. Februar, ab 6.30 Uhr in ORF 2 ebenfalls sein neues Buch vor.

Katastrophenstimmung mit Austro-Beteiligung – Roland Emmerichs „Moonfall“ demnächst im Kino

Mit Science-Fiction-Filmen wie „Independence Day“, „The Day After Tomorrow“ und „2012“ hat Roland Emmerich Kinogeschichte geschrieben. Jetzt schlägt der schwäbische Garant für Blockbuster wieder zu. In „Moonfall“ hat eine mysteriöse Kraft den Mond aus seiner Umlaufbahn gestoßen und schickt ihn auf Kollisionskurs mit der Erde – nur Oscar-Preisträgerin Halle Berry als ehemalige Astronautin und NASA-Offizierin und ihr kleines Team können die Menschheit noch retten. Roland Emmerich hat das Drehbuch zu „Moonfall“ gemeinsam mit seinem langjährigen österreichischen Partner Harald Kloser geschrieben. Für das spacige Design der Raumschiffe ist der Wahlwiener Johannes Mücke verantwortlich, durchaus mit Realitätsanspruch. Deshalb arbeitet sein Team auch mit dem oberösterreichischen Physiker Werner Gruber zusammen, der zumindest theoretisch nachzuweisen versucht, ob die Raumschiffe tatsächlich funktionieren könnten. Den Film-Soundtrack lieferte der Grazer Komponist Thomas Wander, der u. a. schon für „Independence Day“ musikalisch verantwortlich war. Live zu Gast im Studio ist der Chef der Alten Schmiede Walter Famler, passionierter Juri-Gagarin-Fan, der über den Mythos der Raumfahrt, den Popfaktor des Alls und die „Lunatics“ aus Kunst und Literatur spricht.

Zwischen olympischem Sportsgeist und Menschenrechtsverletzungen – Chinas politisches Muskelspiel

Aktuell wird wohl kaum ein anderes Sportereignis aus der jüngeren Geschichte kontroverser debattiert als die gerade erst gestarteten Olympischen Winterspiele in China Peking. Während sie innerhalb der eigenen Landesgrenzen längst als endgültige Krönung einer aufstrebenden politischen Weltmacht zelebriert werden, geht es im internationalen Diskurs vor allem um Chinas Menschenrechtsverletzungen und einen möglichen politischen Boykott der Spiele. So haben u. a. die USA, Australien, Großbritannien und Kanada angekündigt, keine Politikerinnen und Politiker nach Peking zu entsenden, steht doch das Reich der Mitte seit Jahren wegen seines Umgangs mit Uiguren und Tibetern, den Drohungen gegen Taiwan und wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong heftig in der Kritik. Jetzt packt ein Insider aus. Desmond Shum hat mit seinem Buch „Chinesisches Roulette“ einen Bestseller gelandet. Im Land des Lächelns scheint man darüber nicht gerade „amused“, denn Shums Geschichte ist ein Thriller und ein politisches Lehrstück, das ein Sittengemälde der hedonistischen politischen Elite zu Beginn des Jahrtausends zeichnet. Darin entlarvt er Chinas korruptes System, berichtet schonungslos von der Gier nach Geld, Sex und Macht und von einem Imperium, das zurückschlägt. Die Prager Autorin Radka Denemarková, die jahrelang in China gelebt hat, nimmt in ihrem Roman „Stunden aus Blei“ nicht nur die chinesische Diktatur unter die Lupe, sie zeigt auch, dass Kapitalismus und Totalitarismus einander nicht ausschließen.

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