„Aufgetischt“ in St. Pölten am 19. Mai in ORF 2

Kultur und Kulinarik zwischen Tradition und Moderne in Niederösterreichs Landeshauptstadt

Wien (OTS) – Unprätentiös, bescheiden und weitgehend unterschätzt, so beschreibt Andi Fränzl, Leadsänger der erfolgreichen A-cappella-Hip-Hop-Band Bauchklang, seine Heimatstadt, in der „Aufgetischt“ am Sonntag, dem 19. Mai 2024, um 18.05 Uhr in ORF 2 unterwegs ist: St. Pölten ist eine junge Stadt mit einem faszinierenden Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Erst vor wenigen Jahrzehnten zur Landeshauptstadt erhoben, trägt sie schon seit 500 Jahren ihr eigenes Stadtwappen, Besiedelungsspuren reichen gar über 7.000 Jahre zurück. Das euphemistische Attribut „jung“ ist jener Energie geschuldet, mit der die Einheimischen den Raum und das Potenzial nutzen, sich neugierig der Welt zu öffnen und gestalterisch auszutoben.

Der studierte Grafiker, leidenschaftliche Musiker und ehemalige Frontman der Band Bauchklang Andreas Fränzl verkörpert die Vielseitigkeit und Kreativität von St. Pölten. In seinem Atelier entstehen kleinformatige Kunstwerke, die an die Werke von Pablo Picasso, Joan Miró oder Keith Haring erinnern. Auch wenn er gelegentlich noch jammed oder als DJ auflegt, so ist seine aktive Musikkarriere derzeit im Hintergrund, zugunsten seiner Tätigkeit als Kurator diverser Kulturprojekte und Kunstfestivals. Im Sonnenpark hat der Gründer des Künstlerkollektivs Lames mit Kolleginnen und Kollegen einen Begegnungsort von Kunst und Natur geschaffen. Und auch beim Festival für Gegenwartskultur Tangente, das nach der gescheiterten Bewerbung von St. Pölten als Kulturhauptstadt 2024 zum ersten Mal stattfindet, ist sein Einfluss auf die lokale Kulturszene und darüber hinaus deutlich spürbar.

Was Andi Fränzl für die Kulturszene in St. Pölten ist, ist Koch Werner Punz in der Kulinarik. In der Küche des traditionsreichen Gastwirtshauses Vinzenz Pauli am Alpenbahnhof serviert er seinen Gästen österreichische Traditionen mit einer ordentlichen Prise Innovation aus regionalen Bio-Produkten. Den Mangold, den er als Beilage zu seinen vegetarischen Grammelknödeln mit Topinambur-Fülle auf den Tisch bringt, holt er persönlich per Rad vom Gemüsebauern seines Vertrauens in Maria Jeutendorf, an der nordöstlichen Stadtgrenze.

Michael Kietreiber hat den Sprung vom Veranstaltungsmanager zum Bauern gewagt und betreibt nun stolz seinen eigenen Gemüsehof in Maria Jeutendorf. Die ständige Nacht- und Wochenendarbeit in der Eventbranche haben ihn ausgelaugt, ihm fehlte der Sinn. Mit dem Anbau von Gemüse schaffte er Raum und Zeit für seine Frau Verena, die beiden Töchter und einen ausgeglichenen Lebensstil. Auf dem Acker hinter dem Wohnhaus der Schwiegereltern baut er inzwischen an die 150 Gemüsesorten an, umweltfreundlich und nachhaltig produziert.

Die Studentin Alina Harant hat den Großteil ihrer Schullaufbahn in St. Pölten verbracht, die sie mit dem Studium der Data Science an der FH St. Pölten fortsetzt. Ihr Steckenpferd: künstliche Intelligenz. In einer Gruppenübung bringt sie mit ihren Kommilitonen der KI bei, ein Auto selbstständig über eine vorgegebene Rennstrecke zu steuern. Jeden „Fehltritt“ der künstlichen Intelligenz korrigiert sie, in dem sie das kleine Auto alle paar Meter wieder in die Spur hebt. „Die KI wird uns noch lange nicht gefährlich werden“, ist sie überzeugt. Auch in ihrer Freizeit beschäftigt sich Alina mit Computern, genauer gesagt mit Spielkonsolen seit 1980. Mit ihrem Bruder Maurice hat sie einen Gaming-Verein gegründet, bei dem gezockt, getratscht und entdeckt wird.

Als Komponistin, Performerin und Radio-Künstlerin schafft Elisabeth Schimana faszinierende Klangwelten, die die Sinne berühren und die Vorstellungskraft beflügeln. Das Material für ihre Auftritte sammelt sie auch auf Klangspaziergängen, bei denen sie mit Aufnahmegerät und Kopfhörern durch die St. Pöltner Straßen läuft und die Klänge der Landeshauptstadt einfängt. Mit ihrer innovativen Herangehensweise an Musik und Klangkunst inspiriert sie Menschen jeden Alters und schafft einzigartige kulturelle Erlebnisse. Ihre Arbeit im St. Pöltner Dom und im Klangturm im Rahmen des Tangente-Festivals ist eine Hommage an die kreative Vielfalt von St. Pölten.

Fisch- und Schweinezüchter Michael Seiller-Tarbuk setzt sich auf seinem Hof mit Fischteichen in Ochsenburg im südlichen St. Pölten leidenschaftlich für eine nachhaltige und tierfreundliche Landwirtschaft ein. Vom Unternehmer zum Selbstversorger und wieder zum Unternehmer. Eigentlich wollten er und seine Frau Marie-Theres aus ihrem Berufsleben aussteigen, um sich mit Schafen, Enten, Hühnern, Schweinen und Fischen selbst zu versorgen. Doch seine Freunde und Bekannten waren von seinen Produkten so begeistert, dass er begonnen hat, die Selbstvermarktung auszubauen. Mit seinem Engagement für artgerechte Tierhaltung und ökologische Anbaumethoden ist er ein Vorreiter für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft. „Aufgetischt in St. Pölten“ von Manfred Hoschek ist eine Koproduktion von SATEL und ORF, gefördert von Land Niederösterreich und Fernsehfonds Austria.

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