Von der Beraterin zur Chefin – deGUT-Repräsentantin Cordula Schmude, Geschäftsführerin der Störk GmbH aus Nauen, zeigt, wie eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge aussehen kann

Berlin/Potsdam (ots) – Cordula Schmude wuchs mit Eltern auf, die einen eigenen Betrieb führten, das Nachfolgethema stand also schon früh im Raum. Doch so leicht wollte sie es sich nicht machen. Ihr war wichtig, erst einmal herauszufinden, was sie selbst will und sich unabhängig eine Existenz aufzubauen. Nach dem Abitur mit Berufsausbildung zur Walzwerktechnikerin führte ihr Weg sie zunächst zu einer DDR-Spezialschule in Wiesenburg, die Schülerinnen und Schüler für das Lehrerstudium im Fach Russisch vorbereitete.

Dort arbeitete sie bald in der Verwaltung, Abteilung Finanzen, mit. Anschließend bekam sie den Job als Kämmerin für die Großgemeinde Wiesenburg angeboten. Eine Arbeit, die sie – insbesondere in politisch spannenden Jahren – sehr gern machte. Als ihr Vater erkrankte, gab sie ihre Tätigkeit jedoch auf und arbeitete in der Firma ihrer Eltern mit. Parallel absolvierte sie einen Verwaltungsangestelltenlehrgang. Kurz vor der Verbeamtung fragte sie sich: Will ich das wirklich? Sie entschied sich dagegen und nahm ein BWL-Studium in Potsdam auf.

Noch als Studentin baute sie in Fläming ihre eigene Firma auf, die Rohstoffe und Produkte für den Garten- und Landschaftsbau vertrieb. Die Handelsgesellschaft Schmude mbH wuchs schnell. Bei einer Gartenbaufachmesse begegnete sie Paul Störk, der in dieser Branche für den Groß- und Einzelhandel produzierte. Es zeigte sich, dass die beiden professionell ein gutes Team bildeten, und so unterstützte sie sein Unternehmen bald per Beratervertrag, half neue Produktionsstätten aufzubauen, insbesondere für die Herstellung von Biofiltermaterialen.

Als Paul Störk Mitte 2002 ankündigte, das Unternehmen nicht mehr weiterführen zu wollen, entschied sich Cordula Schmude nach reiflicher Überlegung, die Firma, die sie mit viel Engagement mit auf guten Kurs gebracht hatte, zu kaufen. Ein großer Schritt für die gesamte Familie – auch ihre zwei Söhne, kurz vor der Jungendweihe, mussten dafür Wohnort und Schule wechseln. Der Kauf wurde über die Hausbank des Unternehmens finanziert, mit der sie bereits während ihrer Beratertätigkeit vertrauensvoll zusammengearbeitet hatte.

Seither hat Cordula Schmude über Fördermittel und Kredite zwölf Millionen Euro in das Unternehmen investiert, das heute einer der größten und modernsten Hersteller von Rindenprodukten, Substraten und Biofiltern in der Region ist. Zu den bundesweiten Kunden zählen u. a. große Handelsketten wie Bauhaus oder Rewe, die hergestellten Biofiltermaterialien kommen weltweit zum Einsatz. Inzwischen beschäftigt die Störk GmbH 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch mehrere Auszubildende.

Nachhaltigkeit gehörte schon immer zur Firmenphilosophie, die Schmude seither konsequent in allen Bereichen weiterentwickelt. Früh hat sie zudem auf Digitalisierung gesetzt, um Arbeitsabläufe stetig zu optimieren. Zugleich kann sie damit auch der nachwachsenden Generation attraktive Arbeitsplätze bieten. Denn wie die meisten Arbeitgeber spürt auch sie den Fachkräftemangel – und die veränderten Ansprüche junger Menschen. Und daher verlangt sie von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur Engagement, sondern hat ihnen auch einiges dafür zu bieten. Sie legt außerdem großen Wert auf die richtige Zusammensetzung ihres Teams und eine Arbeitskultur, in der man Lösungen gemeinsam erarbeitet.

Und so konnte die Störk GmbH in den vergangenen Jahren bereits einige Herausforderungen erfolgreich meistern: Hochwasser, Bankenkrise, Kundenpleiten. Die Corona-Krise erfordert erneut einige Anpassungen im alltäglichen Arbeiten, aber die Firma selbst ist stabil. Was die eigene Nachfolge betrifft, so ist Cordula Schmude überzeugt: Die Übergabe eines Unternehmens benötigt Zeit, wenn man es richtig machen möchte.

Am Freitag, den 9. Oktober, ist Cordula Schmude um 15.30 Uhr live im „Atelier“ zu Gast.

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