Volkshilfe zum Weltromatag: Corona trifft Roma und Sinti härter, besonders Frauen und Jugendliche

Zwei Veranstaltungen rund um den Welt-Roma-Tag thematisieren aktuelle Lage der Roma/Romnja und Sinti/Sintize

Wien (OTS) – Anlässlich des Welt-Roma-Tages am 8. April lädt der Präsident des Nationalrates, Wolfgang Sobotka, zu einer Diskussionsveranstaltung zu den Chancen und Herausforderungen der Roma in der EU. Usnija Buligovic, Leiterin des Arbeitsmarktprojektes THARA (Romanes für Zukunft) bei der Volkshilfe Österreich, wird gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats der Roma und der stellvertretenden Abteilungsleiterin an der EU-Grundrechteagentur, über die aktuelle Lage der Roma in Österreich und der EU diskutieren.

„Ich freue mich sehr über die Einladung“, sagt Buligovic. „Es ist wichtig, die Sicht der Betroffenen in den Diskurs mit einzubringen. Diese kennen wir aus unserer jahrelangen Beratungsarbeit sehr genau.“

Mit dem Arbeitsmarktprojekt THARA setzt sich die Volkshilfe seit mehr als 15 Jahren für einen besseren Zugang von Roma zu Aus- und Weiterbildung, sowie zum österreichischen Arbeitsmarkt ein.

„Durch unsere vielen persönlichen Beratungsgespräche sehen wir natürlich auch, dass sich die Lage mit Corona für unsere Klient*innen noch einmal spürbar verschärft hat. Roma sind deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als autochthone Österreicher*innen. Besonders hart trifft es Frauen und Jugendliche.“, so Buligovic weiter.

Die sozialen Folgen der Pandemie für Roma und Sinti

In einer Umfrage der Europäischen Grundrechtsagentur aus dem letzten Jahr, gab fast die Hälfte der Befragten an, bei der Jobsuche diskriminiert worden zu sein.

„Benachteiligte Gruppen trifft der Einbruch am Arbeitsmarkt früher und härter als andere. Allen voran Armutsbetroffene. Allein in der EU sind rund 90 Prozent der Roma armutsgefährdet. In Österreich weiß man wenig über die aktuelle Lage. Das wollen wir ändern und mit den Betroffenen noch stärker im Austausch stehen“, ergänzt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.

Um sich dem Thema genauer zu widmen veranstaltet die Volkshilfe am 29. April eine Online-Dialogrunde, die sich auf die aktuelle Lage in Österreich konzentriert und wichtige Fragestellungen bearbeiten will: Warum trifft COVID-19 Menschen stärker, die ohnehin benachteiligt sind? Welche psychosozialen Folgen können wir beobachten? Sind Befürchtungen rund um weitere Kürzungen im Sozialsystem berechtigt? Und welche zusätzlichen Maßnahmen braucht es in Zeiten der Pandemie, um soziale Ungleichheiten zu verringern?

Diesen Fragen wird die Volkshilfe gemeinsam mit Armutsexpert*innen und Vertreter*innen der Community aus Politik, Wissenschaft und Psychologie nachgehen. Die Dialogrunde von THARA wird dieses Jahr online auf der Plattform ZOOM stattfinden. Weitere Informationen finden Sie unter [www.volkshilfe.at/thara-e-romengi-tehara/]
(http://www.volkshilfe.at/dialogrunde)

Volkshilfe Österreich
Ruth Schink
+43 676 83 402 222
ruth.schink@volkshilfe.at

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