Bayr/Herr/Holzleitner zum Tag gegen Kinderarbeit: Lieferkettengesetz notwendig, um Kinderrechte umzusetzen!

Bundesregierung muss umgehend handeln – auch mehr Mittel für Bildung nötig

Wien (OTS/SK) – Am heutigen Welttag gegen Kinderarbeit machen die drei SPÖ-Abgeordneten Petra Bayr, Julia Herr und Eva-Maria Holzleitner einmal mehr darauf aufmerksam, dass Kinderarbeit noch immer ein großes Problem und weltweit eine traurige Realität ist und dass es vor allem ein Lieferkettengesetz braucht, um Kinderarbeit zu stoppen. ****

„Weltweit ist die Zahl der Kinder in Kinderarbeit auf 160 Millionen angestiegen. Das bedeutet ein trauriges Plus von rund 8,4 Millionen in den letzten vier Jahren. Eine zusätzlich tragische Bilanz: Weitere neun Millionen Kinder sind durch die Corona-Pandemie gefährdet, in die Kinderarbeit abzurutschen“, zeigt sich SPÖ-Kinder und -Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner bestürzt. „Wir können nicht weiter zusehen“, so Holzleitner weiter, „wie Kinder weltweit ihrer Zukunft und Bildung beraubt werden. Wir brauchen mehr finanzielle Mittel für qualitativ hochwertige Bildung, um allen Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. Der Bericht von ILO und UNICEF muss ein Weckruf für die beiden Regierungsparteien sein. Ich erwarte mir ein umgehendes Handeln von Türkis-Grün, denn Arbeit ist kein Kinderspiel!“, so Holzleitner.

Petra Bayr, entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, und Julia Herr, SPÖ-Umweltsprecherin, machen in diesem Zusammenhang vor allem auf die Notwendigkeit eines Lieferkettengesetzes aufmerksam. „Ausbeuterische Kinderarbeit entsteht dort, wo die Eltern keinen menschenwürdigen Lohn für ihre Arbeit erhalten“, stellt Bayr fest und fordert: „Die Bundesregierung muss dafür Sorge tragen, dass Kinderarbeit gestoppt wird. Wir brauchen dafür unter anderem ein rechtlich verbindliches Lieferkettengesetz, damit österreichische Unternehmen nicht von Kinderarbeit profitieren“, verweist Bayr auf die gemeinsam mit Julia Herr eingebrachten Anträge für ein österreichisches Lieferkettengesetz.

„Von Handys bis hin zur Schokolade: In vielen alltäglichen Produkten, die wir kaufen und konsumieren, stecken entlang der Lieferkette Kinderarbeit und Ausbeutung! Mit diesem Gesetz können Konzerne zur Einhaltung von Kinderrechten gezwungen werden. Die Ausbeutung von Kindern entlang der Lieferketten muss endlich gestoppt werden!“, zeigt auch für Julia Herr der heutige Tag, wie wichtig ein Lieferkettengesetz ist. Und weiter: „Gerade Corona und die extremen wirtschaftlichen Folgen führen laut Unicef dazu, dass Kinderarbeit wieder zunimmt und Kinder unter unmenschlichen Bedingungen ausgebeutet werden. Um dem entgegenzuwirken, braucht es bessere und faire Arbeitsbedingungen“, betont Herr und erklärt: „Genau hier können wir mit einem Lieferkettengesetz ansetzen. Denn damit können wir dafür sorgen, dass es faire Arbeitsbedingungen für Erwachsene entlang der Lieferketten gibt und die Lebensgrundlagen durch einen Raubbau an der Umwelt nicht zerstört werden!“

Abschließend verweisen die drei Abgeordneten einmal mehr auf die zivilgesellschaftlichen Kampagnen „Kinderarbeit stoppen“ und „Menschenrechte brauchen Gesetze“, mit der auch NGOs, die AK und der ÖGB die Regierung zum Handeln auffordern. „Nehmen wir Konzerne in die Pflicht und stoppen wir Kinderarbeit. Wenn wir Kinderrechte ernstnehmen, ist es absurd hier weiter zu zögern“, so Bayr, Herr und Holzleitner. (Schluss) sr/bj

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