Stögmüller: Cyberkriminalität darf nicht unterschätzt werden

Grüne: Rechnungshofbericht zeigt Lücken bei Deliktsdefinition und Personal auf

Wien (OTS) – „In dem heute veröffentlichen Rechnungshofbericht werden Lücken hinsichtlich der Definition der Delikte und der Rekrutierung von geeigneten Personal bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität aufgezeigt. Wobei man an dieser Stelle auch kritisch anmerken muss, dass sich der Bericht des Rechnungshofs nur auf das Innenministerium und das Justizministerium bezieht und das Verteidigungsministerium, welches ein eigenes Cybersicherheitszentrum hat, komplett außen vorgelassen wurde. Das fehlt leider im Bericht, um sich ein umfassendes Bild über den Kampf gegen Cyberkriminalität in Österreich machen zu können. Dabei geht es nicht nur um die Delikte im Cyberspace, sondern auch um eine mögliche Prävention und Verteidigung bereits im Vorfeld“, gibt David Stögmüller, Rechnungshof- und Verteidigungssprecher der Grünen, zu bedenken.

„Die Kritik des Rechnungshofs, der den Zeitraum von 2016-2019 behandelt, dass Rahmenbedingungen geändert und geschaffen werden müssen, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden, teile ich voll und ganz. Der Bereich Cyberkriminalität hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Erst vergangenen Jänner hatte das Außenministerium mit einem Hackerangriff zu kämpfen, da müssen wir schauen, dass unsere Spezialist*innen bestmöglich aus- und weitergebildet werden, um nicht den Kriminellen hinterher zu hinken. Diesbezüglich freut es mich, dass Vizekanzler Werner Kogler in seinem Ressort in Zusammenarbeit mit dem BMI eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, um an genau diesen Themen zu arbeiten. Wir brauchen die besten Köpfe“, sagt Stögmüller weiter.

„Auch im Verteidigungsressort ist in dieses Gesetzgebungsperiode das Budget für den Bereich Bekämpfung von Cyberkriminalität und Cyberangriffen mit einem Investitionspaket für Ausbau und Stärkung der Cybersicherheit mit jeweils 20 Millionen Euro für 2021 und 2022 angestiegen. Das soll auch zum Ausbau von Jobs in diesem Bereich genutzt werden. Für ein modernes Bundesheer ist die rasche und kompetente Reaktion auf moderne Bedrohungen wichtig“, meint Stögmüller abschließend.

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