VIRUS zu Klima und Altbetonzeit: Kanzler Kurz möge nicht von Intelligenz sprechen

Wien (OTS) – Kritik am Bundeskanzler und seinen Aussagen zum Autobahnbau übt die Umweltorganisation VIRUS. Sprecher Wolfgang Rehm: „Kurz möge bei Klimapolitik nicht von Intelligenz sprechen. Verkehrserregende Autobahnneubauten sind keine unantastbaren Heiligtümer, sondern Relikte aus der Altbetonzeit. Sechs ÖVP Umweltminister haben am Ergebnis gemessen offenkundig intelligenzbefreit Österreichs Totalversagen bei der Klimapolitik herbeigeführt“.

Die Rhetorik von einer Beschränkung klimapolitischen Handlungsspielraums auf Forschung&Entwicklung sowie Technologieeinsatz sei ein besonders verbreitetes Muster vorwiegend bei jenen die Klimapolitik nicht gestalten und keine Emissionen reduzieren sondern ewig aufschieben wollen. „Kurz hat dieses Muster nicht erfunden, setzt es nur in besonders niveauloser Weise um, indem er die von den Landeshauptleuten gewünschten Autobahnheiligtümer im 1950er Stil zu Fortschrittssymbolen stilisiert, und deren Hinterfragung mit zivilisatorischem Rückschritt bis hin zu Steinzeit verknüpft“, kritisiert Rehm. Überbleibsel aus einer vergangenen Zeit seien aber eben gerade die Autobahn-Neubauprojekte von S18 über S8, S1 (Lobautunnel), S34, S7 und A26. „Zuzuschauen, dass der Straßenverkehr uns weiter jede Klimabilanz verhagelt und angesichts der extremwetterbedingten Toten etwa in Deutschland und Tschechien bis hin zu den Hitzeopfern in Kanada so zu tun, als hätten die eben Pech gehabt ist keine adäquate Antwort auf die aktuellen immer drängender werdenden Herausforderungen“, so Rehm. Exzessiver Klimawandel gefährde Lebensgrundlagen und damit auch abstrakten Wohlstand. Dabei sei gerade die Vorarlberger S18 ein bereits mehrfach gescheitertes und von einer zeitnahen Realisierung in jedem Fall weit entferntes Projekt. Im Gegensatz zu von den Vorarlberger Nachrichten in den Raum gestellten möglicherweise mit der Landesebene vermischten Fragestellungen stehe im Regierungsübereinkommen auf Bundesebene zwar ein Klimacheck aber nichts von einem Glassturz für konkrete Bauprojekte oder auch -programme. „Gerade die S18 ist besonders ungeeignet aus einer Evaluierungsmücke einen Betonelefanten zu machen,“ so Rehm abschließend.

Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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