Nationalratspräsident Sobotka im Gespräch mit dem vietnamesischen Außenminister Bui Thanh Son

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Krieg in der Ukraine im Mittelpunkt des Austausches

Für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Vietnam plädierte heute Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bei einem Gespräch mit dem vietnamesischen Außenminister Bui Thanh Son, der sich aktuell auf Besuch in Österreich befindet. Dazu soll auch das von der EU mit Vietnam abgeschlossene Investitionsschutzabkommen beitragen. Ein weiterer Gesprächspunkt war der Krieg in der Ukraine. Es gehe darum, alle Möglichkeiten auszunützen, um den russischen Präsidenten zum Einlenken zu bringen, so Sobotka.

SOBOTKA GEHT VON BALDIGER RATIFIZIERUNG DES INVESTITIONSSCHUTZABKOMMENS ZWISCHEN DER EU UND VIETNAM AUS

„Der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Vietnam ist ein würdiger Anlass, um die wirtschaftliche und politische Annäherung beider Länder voranzutreiben“, betonte der Nationalratspräsident gegenüber dem vietnamesischen Außenminister. Vietnam sei ein bedeutender Markt für österreichische Unternehmen, das würde auch das Handelsvolumen von rund 1,4 Mrd. € zeigen.

Sobotka sprach in diesem Zusammenhang das Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Vietnam an. Der Nationalratspräsident geht von einer baldigen Ratifizierung durch Österreich aus. Grundsätzlich gebe es ein weites Feld der wirtschaftlichen Kooperationsmöglichkeiten. Österreich habe etwa im Bereich der nachhaltigen Industrieentwicklung, in der Abfallwirtschaft sowie in der Wasseraufbereitung, Unternehmen mit Weltruf vorzuweisen.

„Wir müssen international alle Möglichkeiten ausnutzen, um Putin zum Einlenken zu bringen“, hielt Sobotka zur Situation in der Ukraine fest. Der Nationalratspräsident ersuchte den vietnamesischen Außenminister um seine Unterstützung in dieser Sache. Die russische Aggression sei ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht, gleichzeitig müsse das diplomatische Wort immer Vorrang vor dem Einsatz von Waffen haben, so Sobotka weiter. Das sah Bui Thanh Son ähnlich. Die Achtung des Völkerrechts sowie die Souveränität jedes Landes hätten für Vietnam höchste Priorität. Vietnam sei zur Unterstützung bei der Konfliktlösung bereit.

Was die damit in Zusammenhang stehenden hohen Energiepreise betrifft, sei die Reduzierung der Abhängigkeit von russischem Gas bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien für Österreich entscheidend, ergänzte der Nationalratspräsident. (Schluss) med

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie auf der Website des Parlaments.

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