SPÖ-Laimer: Nach der Krise ist vor der Krise: Packen wir den Zivilschutz endlich an!

Ein Nationales Lagezentrum sowie Kommunale Resilienzmanager (KRM) sind dringend geboten, um auf zukünftige Krisen besser vorbereitet zu sein

Wien (OTS/SK) – „Die jüngsten Ereignisse in Deutschland sollten uns einmal mehr daran erinnern, wie wichtig ein gesamtstaatliches Lagebild und eine nationale Orchestrierung bei der Krisenvorsorge und -bewältigung sind“, so SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer zu den aktuellen Ereignissen. „Auch wenn wir in Österreich deutlich besser aufgestellt sind und zumindest über ein funktionierendes Warn- und Alarmierungssystem verfügen, sollten wir uns nicht in falsche Sicherheit wiegen.“ Unterstützt wird er in seinen Forderungen vom Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, Herbert Saurugg. ****

Laimer: „Jene Menschen und Orte, die häufiger mit Unwetterkatastrophen konfrontiert sind, wissen, was zu tun ist. Zunehmende Extremwetterereignisse führen aber auch dazu, dass Ereignisse auch an Orten auftreten, die bisher verschont geblieben sind. Daher braucht es ein permanentes Lagezentrum, sowie eine funktionierende Sicherheits- und Risikokommunikation, um die potenziell betroffenen Menschen frühzeitig warnen und zu konkreten Handlungen anleiten zu können.“

„Wie sich gerade in Deutschland gezeigt hat, reicht es nicht, wenn technische Systeme funktionieren. Die Information muss auch bei den Menschen ankommen und das notwendige Handeln auslösen“, wie Herbert Saurugg anmerkt. „Wir müssen in funktionierenden Netzwerken und nicht in Einzelelementen denken. Die Verantwortung im Kreis zu schieben, hilft niemandem. Warnungen müssen immer bottom-up betrachtet werden, also kundenzentriert.“

SPÖ-Wehrsprecher Laimer: „Nach der Krise ist vor der Krise, das sollten wir nicht vergessen. Das Österreichische Bundesheer hat bereits Anfang 2020 vor einem europaweiten Strom-, Infrastruktur-sowie Versorgungsausfall (‚Blackout‘) gewarnt. Da funktioniert dann auch keine Warnung und Alarmierung mehr. Daher müssen wir jetzt handeln und die Bevölkerung aufklären und zur dringend notwendigen Eigenvorsorge animieren.“ Denn auch wenn die Stromversorgung nach wenigen Tagen wieder funktionieren sollte, die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern wird noch länger nicht anlaufen.

Daher brauche es auch dringend krisenfeste Gemeinden, wo noch eine rudimentäre Notversorgung organisiert werden könne. Laimer fordert, rasch mit der Etablierung von „Kommunalen Resilienzmanager*innen“ zu beginnen, die den Gemeinden bei der Krisenvorsorge mit professionellem und ganzheitlichem Know-how unter die Arme greifen. „Wir müssen uns stärker auf die Bewältigungsfähigkeit und nicht nur auf die Schadensverhinderung konzentrieren. Denn es gibt keine hundertprozentige Sicherheit“, so Laimer abschließend. (Schluss) sd/lp

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