„matinee“ am 9. Oktober in ORF 2: „Die Akte Tschaikowsky“, „Der letzte Tanz – Wie Tänzer Abschied nehmen“

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) – Die „matinee“ am Sonntag, dem 9. Oktober 2022, um 9.05 Uhr in ORF 2 widmet sich anlässlich der Premiere des Musiktheaterstücks „Jolanthe und der Nussknacker“ an der Volksoper Wien (am 14. Oktober in ORF 2), in dem die Oper „Jolanthe“ und das Ballett „Der Nussknacker“ inhaltlich wie musikalisch miteinander verwoben werden, zunächst dem Leben und Werk des berühmten russischen Komponisten mit dem Filmporträt „Die Akte Tschaikowsky“ (9.05 Uhr). Danach zeigt die Dokumentation „Der letzte Tanz – Wie Tänzer Abschied nehmen“, wie sich Ballettvirtuosen oftmals schon am Karrierebeginn mit ihrem beruflichen Ende als Tänzerinnen und Tänzer auseinandersetzen müssen. Den von Peter Schneeberger präsentierten ORF-Kulturvormittag beschließt „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit Berichten und Tipps zum aktuellen Kulturgeschehen.

„Die Akte Tschaikowsky“ (9.05 Uhr)

Mit seinen Balletten „Schwanensee“ und „Nussknacker“, seiner Oper „Eugen Onegin“, den Konzerten und Symphonien hat Piotr Iljitsch Tschaikowsky Welterfolge geschaffen. Russlands wohl berühmtester Komponist wird in seinem Heimatland als Nationalheld gefeiert. Regisseur Ralf Pleger holt Tschaikowskys Leben ins Hier und Heute. Im Zentrum seines filmischen Psychogramms stehen das Ringen des Komponisten mit seiner Homosexualität, die schwerwiegenden Folgen seiner psychischen Krise, die Verquickung von Leben und Werk sowie die rätselhaften Umstände seines Todes. Die aktuelle Brisanz im homophoben Russland rückt ebenso ins Blickfeld wie die – oftmals verkannte – Modernität von Tschaikowskys Musik. Basis des Films bilden Interviews mit namhaften internationalen Künstlerinnen, Künstlern, Expertinnen und Experten, darunter der russische Ballettstar mit österreichischem Pass Vladimir Malakhov, der exzentrische amerikanische Orgelvirtuose Cameron Carpenter und die südafrikanische Choreografin Dada Masilo.

„Der letzte Tanz – Wie Tänzer Abschied nehmen“ (10.00 Uhr)

Der Dokumentarfilm von Jörg Richter zeigt die schwierige Situation von Balletttänzerinnen und -tänzern des Bayerischen und des Wiener Staatsballetts, die mit ihrer Profession aufhören müssen. Einer Tatsache, der sich jedes Corps-Mitglied früher oder später stellen muss.
Der letzte Abend der Spielzeit am Wiener Staatsballett. Die Stimmung ist aufgekratzt. Die Tänzerinnen und Tänzer sehnen sich nach der Sommerpause. Aber nicht alle – denn wie jedes Jahr müssen wieder einige das Ensemble für immer verlassen und ihre Karriere beenden. Alter oder Verletzungen zwingen sie dazu. Bis hinter die Bühne begleitet der Film Jaimy van Overeem und Franziska Wallner-Hollinek am Abend ihrer letzten Vorstellung, blickt hinter die Kulissen des Ballettbetriebs und thematisiert die Herausforderungen des Tänzerberufes. Neben den Tänzern Sevérine Ferrolier, Prisca Zeisel, Maira Fontes, Marc Geifes und Dustin Klein kommen auch der mittlerweile ehemalige Wiener Ballettdirektor Manuel Legris sowie der am Höhepunkt seiner Karriere freiwillig ausgeschiedene Wiener Solist Kirill Kourlaev zu Wort. Sie alle erzählen vom schwierigen Übergang in die Zeit nach der Tanzkarriere. Denn die Ballettvirtuosen müssen ihr Leben komplett neu erfinden, einen neuen Beruf erlernen und noch einmal ganz von vorne beginnen. Sie verlassen eine Welt, für die sie von klein auf alles gegeben haben – und das in aller Regel, noch bevor sie 40 sind.

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